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Von allem was dabei: Dritte siegt im Spitzenspiel

Wenn es um den Preis für die zehn besten Berlin-Liga-Partien der Saison geht, wird dieses Spiel mit Sicherheit nicht dabei sein. Es war ein ziemliches Gewürge, das den Zuschauern am Freitag im Wedding zwischen Meteor und Inter geboten wurde. Zur Ehrenrettung der Teams muss erwähnt werden, dass beiden sehr viele Akteure fehlten. Bei Meteor sollen es acht gewesen sein, bei Inter waren es 15, sodass sogar Spieler aus der Zweiten im eigentlich sehr großen Kader waren. 

 

Meteor hatte den besseren Start. Die erste Chance konnte die Inter-Defensive noch abwehren, aber die zweite saß schon nach fünf Minuten. Über Rechtsaußen kam Meteor zu einfach durch, der Ball wurde nach innen gespielt, wo die Abwehr den Überblick verlor, schon stand es 1:0. Das Spiel war wild, Meteor wollte den Gegner scheinbar überrennen. Das gelang nicht immer, aber Inter bekam überhaupt keine Ruhe in die Partie. Und bei den Stürmern kam im ersten Abschnitt fast gar nichts an. So war das 2:0 fast folgerichtig, wenn auch vermeidbar. Aber es fing schon mit einem Fehler im Mittelfeld an, hinten wurde es nicht besser. Erst nach einer halben Stunde bekam Inter Zugriff, ohne vor dem Wechsel allzu gefährlich zu werden. Einzig ein Freistoß von Moreno brachte die Gastgeber in Verlegenheit. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es nach einer Ecke einen klaren Elfmeter für Inter hätte geben müssen, denn Luis wurde vor den Augen des Schiris umgerissen. Zudem konnte sich ein Akteur der Gastgeber freuen, dass der Schiri sein vorsätzliches Stoßen gegen Santi scheinbar nicht gesehen hatte (Flutlichtspiel). Für solche Aktionen hat es auch schon mal rot gegeben.

 

Im zweiten Abschnitt spielten eigentlich nur noch unsere Jungs. Meteor wurde müde, hatte aber durchaus ein paar Konterchancen, die meistens vom aufmerksamen Chris vereitelt wurden. Es würde zu weit führen, alle Chancen aufzulisten, aber es waren nicht wenige. Ein Freistoß von Moreno ging knapp drüber, ein strammer Schuss wurde vom Torhüter entschärft, immer wieder stand ein Meteor-Spieler zwischen Ball und Tor. Und wieder gab der Schiedsrichter einen Elfmeter nicht, wieder versuchte der Meteor-Abwehrspieler nicht den Ball zu bekommen, sondern nur den Gegenspieler außer Gefecht zu setzen. Interessant auch die Aussage des Referees zu einem Verteidiger der Gastgeber: „Eigentlich müsste ich dich jetzt rauswerfen!“ Interessante Ansage, gibt es im Regelheft derartigen Spielraum? Wie auch immer, daran lag es nicht. Wobei es natürlich interessant gewesen wäre, wie die Gastgeber auf einen Inter-Treffer reagiert hätten. Chancen waren genug da, aber der Abend lief unter der Kategorie: Wir hätten heute noch drei Stunden spielen können und hätten kein Tor geschossen. Meteor war am Ende völlig erschöpft, feierte aber zurecht. Sie hatten einfach mehr aus ihren Möglichkeiten gemacht, auch wenn Inter über eine Stunde das bessere Team war. Aber ein Spiel dauert 90 Minuten, und die ersten 30 gehören nun einmal dazu. Am nächsten Sonntag geht es zu Johannisthal (14 Uhr).

 

Die Zweite hatte drei Punkte verdient, musste am Ende aber froh sein, wenigstens einen mitgenommen zu haben. Gleich zu Beginn hatte Inter große Möglichkeiten, traf aber durch Philipp den Pfosten, wenig später ging ein Ball vom Keeper an den Innenpfosten, zwei weitere Chancen fanden nicht den Weg ins Tor. Dafür traf Veritas durch seinen schnellen Stürmer. Inter blieb spielbestimmend, Veritas vor allem über den in die Jahre gekommenen, aber mit allen Wassern gewaschenen Memet Aydin gefährlich. Jannik musste ihn einmal vor dem Strafraum bremsen, der Freistoß blieb in der Mauer hängen. Doch wenig später folgte das überraschende 2:0. Der Ball trudelte über die Linie, von wo er mit etwas Glück noch hätte geklärt werden können, aber es sollte nicht sein. Da war es gut, dass vor der Halbzeit noch der Anschlusstreffer durch Selim fiel. Jannik tauchte nach einer Ecke mit dem Rücken zum Keeper vor diesem auf, schoss aus der Drehung, doch der Teufelskerl hielt – und das nicht das letzte Mal. Man kann wohl sagen, er war der beste Mann auf dem Platz. Auch Veritas hatte vor der Halbzeit noch einen Riesen, Aydin verpasste um Haaresbreite.

 

Nach dem Wechsel spielte nur noch Inter und vergab Chance um Chance. Wieder war es Selim, der die Flaute durchbrach. Ein langer Ball wurde auf ihn verlängert, obwohl er etwas abgetrieben wurde, setzte er die Kugel super ins untere Eck. Wie der Keeper den Schuss des agilen Hano rauskratzte, weiß er wohl selbst nicht. Doch mindestens fünfmal kam anstelle eines konsequenten Abschlusses auch nur ein Schüsschen auf seinen Kasten. Ein weiteres Mal musste er gegen den Yasin eingreifen. Zwei Kopfbälle, die den Weg ins Tor gefunden hätten, wurden mit viel Glück in der Luft abgewehrt. Und dann kam, was dann immer kommt. Aydin ging in den Strafraum und wusste schon drei Sekunden vorher, dass er einen Elfmeter wollte. Juan ging runter, der Veritas-Mittelstürmer nur in seinen Arm, Kategorie clever. Den Elfer machte er drei Minuten vor Schluss humorlos rein. Das Ergebnis war auf den Kopf gestellt, aber Inter hatte noch eine Antwort. Jannik wurde nach vorne beordert, verlängerte einen Ball auf Armin, der vor dem Keeper die Nerven behielt und per Außenrist ins Eck zielte. Zwei Minuten später hatte er sogar noch den Sieg auf dem Fuß, kam aber ins Stolpern. Es gab tatsächlich noch eine kleine Chance, dann war Schluss. Eigentlich ist ein Punkt nach diesem Spiel zu wenig, aber wenn man kurz vor dem Ende in Rückstand gerät und dann noch zurückkommt, muss man zufrieden sein. Worauf das Team auf jeden Fall aufbauen kann: Man war klar überlegen, kämpfte und steckte nie auf. Sagen wir mal: Punkt gewonnen.

 

Die Dritte hatte ein Spitzenspiel gegen PV Nord, und die Partie war dann auch hochspannend. Inter geriet in der ersten Halbzeit mit 0:2 in den Rückstand, womit es auch in die Kabine ging. Im zweiten Abschnitt war man dann treffsicherer. Leo machte den Anschlusstreffer, Efe glich in der 65. Minute aus. Unsere Jungs waren das bessere Team und belohnten sich. Drei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit gab es Elfmeter, den Efe zum umjubelten Siegtreffer verwandelte. Vielleicht hätte man noch das eine oder andere Tor mehr machen können, aber auch der Gegner hatte Chancen. Die Coaches Dirk und Leo waren sich jedenfalls einig, dass der Sieg verdient war, auch wenn man gegen eine wirklich gute Mannschaft gespielt hatte. Am nächsten Samstag gibt es das nächste Spitzenspiel, um 14.15 Uhr bei Eintracht Südring. 

 

Etwas unerwartet kam die Niederlage der Vierten, dabei stand es zur Halbzeit noch 2:2. Bruno und Timo hatten Inter jeweils in Führung gebracht. Doch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte kassierte man eine rote Karte. Im zweiten Abschnitt blieb es lange beim Remis, ehe Deportivo Latino in der letzten Viertelstunde noch vier Tore machte. Nächstes Wochenende ist spielfrei.

 

Die A-Jugend gewann bei den Füchsen mit 3:0, die B rang die Amateure mit 3:2 nieder, die C1 spielte 3:3 gegen Frohnau.

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Veröffentlichung

So, 01. November 2026

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