Fussball ohne Grenzen

 
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Nachhaltigkeit

Willkommen auf der Seite des ersten 
nachhaltig zertifizierten Amateurvereins Deutschlands!

 Alternativtext zum ersten Symbol: Links ist eine rechteckige Sprechblase mit Erdkugel darin, rechts eine Denkblase mit Fragezeichen.    Alternativtext zum zweiten Symbol: Drei Personen, die Mittige zeigt mit einem Arm nach vorne und hält mit dem anderen ein Heft an ihrer Seite, die beiden rechts und links von ihr tragen 'No Racism'-Trikots und schauen in die gezeigte Richtung.  Alternativtext zum dritten Symbol: Ein rechteckiges Etikett mit Faden oben, auf dem 'ökologisch & fair produziert' steht. 

 

Nachgewiesen nachhaltig seit 2021
Hauptamtliche Stelle seit 2022
Gewinner des großen Stern des Sports in Gold 2023
 

 

 Hier findest du alle Informationen zu:

  • Unserer Motivation

  • Unserem Engagement

  • Unseren Zielen

  • Unserer Wirkung


 

1 Unsere Motivation


'InterAction! Für Mehr Nachhaltigkeit'-Logo.

Mit unserem Nachhaltigkeitsengagement möchten wir unseren Teil zur Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft und unseres Planeten beitragen und innerhalb und außerhalb des Vereins ein Vorbild sein. Der FC Internationale Berlin und seine Mitglieder haben sich gemäß des Gründungsgedankens schon immer gesellschaftspolitisch engagiert. Angefangen mit der Friedensbewegung in den 80ern bis heute positionieren wir uns offensiv gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung und engagieren uns sozial über kulturelle und religiöse Grenzen hinweg. 

 

Ende des Jahres 2020 gründete sich die neue Nachhaltigkeitsinitiative des Vereins mit ungefähr 15 Mitgliedern. Wir haben uns beispielsweise folgende Fragen gestellt: Woher kommt unser Essen für das Catering in der InterArena? Woher unsere Fußbälle, unsere Trikots und Fanshopartikel? Unter welchen sozialen und ökologischen Bedingungen werden sie hergestellt? Zu welchen weiteren sozialen Themen im Bezirk können wir uns engagieren? Welche ökologischen Themen sind für uns noch relevant (CO2-Reduktion, Abfallvermeidung)?

 

Doch was bedeutet der Begriff Nachhaltigkeit eigentlich?

 

Oft wird der Begriff nur mit ökologischen Aspekten in Verbindung gebracht (Klimaschutz, Müllvermeidung etc.). Die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages „Schutz des Menschen und der Umwelt“ beschreibt Nachhaltigkeit als die Konzeption einer dauerhaft zukunftsfähigen Entwicklung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Dimension menschlicher Existenz. Beschäftigt man sich mit dem Thema der Nachhaltigkeit wird schnell klar, dass es einen ganzheitlichen Ansatz braucht, um u.a. Sportvereine nachhaltiger zu gestalten. Alle drei Dimensionen greifen ineinander und bedingen sich dabei gegenseitig.

Der Rahmen, in dem wir handeln

 

Mit unseren Projekten und Zielen orientieren wir uns an den 17 globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung der UN, die weltweit der Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene dienen sollen. Sie traten am 1. Januar 2016 mit einer Laufzeit von 15 Jahren (bis 2030) in Kraft und richten sich an alle: Die Regierungen weltweit, die Zivilgesellschaft, die Privatwirtschaft und die Wissenschaft.


 

Abbildung der 17 SDG's (Sustainable Development Goals).

2 Unser Engagement


 

    Ein Junge schaut nach rechts durch ein Fernglas, das er sich an die Augen hält.MACH  MIT! 
 
Wir setzen uns gemeinsam für mehr Nachhaltigkeit im und durch Sport ein. Dafür erarbeiten wir in der jede 4-6 Wochen stattfindenden AG Nachhaltigkeit Ideen und Projekte und suchen dafür immer INTERstützung

 

Was hast du davon

  • Ehrenamtliche Mitarbeit in einem der spannendsten Projekte im deutschen Breitensport

  • Vernetzung mit diversen Expert:innen aus dem Sport- und Nachhaltigkeitsbereich

  • Aufbau von praxisnahem Wissen zu DEM Thema unserer Zeit

  • (Falls relevant:) Praxispartner für deine Semester-, Bachelor- oder Masterarbeit

  • Finanzielle Unterstützung bei der Umsetzung von Pilotprojekten

  • Weiterbildungsmöglichkeiten und Arbeitszeugnisse

  • Die Gewissheit, aktiv etwas für das 1,5 Grad Ziel, Demokratiestärkung oder Inklusion beizusteuern

 

Du kannst aktiv mit dabei sein! Melde dich bei uns und nimm unverbindlich an der kommenden Sitzung teil. Alle feststehenden Termine findest du hier.

 

Anton Klischewski, Koordinator Nachhaltigkeit und Inklusion, lacht in blauer Inter-Jacke neben die Kamera. Foto: Boris Streubel
Oliver Brendle, Nachhaltigkeitsbeauftragter, lächelt in blauem Inter-Hoodie in die Kamera. Foto: BSR

 

Deine Ansprechpersonen im Haupt- und Ehrenamt:

Anton Klischewski, Koordinator Nachhaltigkeit und Inklusion                                            
                                                                                                    

 

Oliver Brendle, Nachhaltigkeitsbeauftragter    
       

(Fotos © Boris Streubel, BSR)        

 


3 Unsere Ziele


 

Unsere 9 Nachhaltigkeitsziele für die Saison 2025/26 werden auf einem Plakat darsgestellt und den verschiedenen Bereichen der Ökologie, Ökonomie und Sozialem zugeordnet.

Das soll diese Saison umgesetzt werden

 

Der FC Internationale und seine AG Nachhaltigkeit entwickeln die Arbeit seit Startschuss im Herbst 2020 kontinuierlich fort. In dieser Saison wird erstmals das Thema Sportwettensucht behandelt, darüber hinaus bauen die Ziele explizit auf den Entwicklungen und Erfahrungen aus der Vergangenheit auf.

 

Der Bereich Kommunikation wird in mehreren Maßnahmen wie im Hitzeschutz oder der Ausrichtung eines weiteren Nachhaltigkeitsspieltages sichtbar.

 

Wir freuen uns über jegliche Unterstützung von motivierten Menschen, Organisationen und Sponsoren, diese ehrgeizigen Ziele zu erreichen!

 

Für tiefergehende Informationen und Indikatoren siehe unten Das aktuelle Programm im Detail.

 

  • Ziel 1: Digitales Monitoring des Energie- und Wasserverbrauchs auf der Inter-Arena

  • Ziel 2: Ausrichtung von 3 Spieltagen mit Foodsharing und Ausbildung von mind. 3 Mitgliedern als Foodsaver*innen

  • Ziel 3: Organisation eines Nachhaltigkeitsspieltages mit Übergabe eines Positionspapiers an die Sportpolitik

  • Ziel 4: Gewinnung eines nachhaltigen Sponsors und eines weiteren Förderprojekts

  • Ziel 5: Weiterführung der strategischen Hitzeschutzmaßnahmen im Sportverein

  • Ziel 6: Entwicklung eines Kommunikationskonzepts für die Inter-App und den Bildschirm auf der Inter-Arena

  • Ziel 7: Umsetzung eines Pilotprojekts zur Prävention von Sportwettensucht

  • Ziel 8: Rezertifizierung nach ZNU-Standard mit erweitertem Anforderungskatalog 
     


Das aktuelle Programm im Detail

Ziel 1: Digitales Monitoring des Energie- und Wasserverbrauchs auf der Inter-Arena

Was wollen wir erreichen:

  • Der Strom/Wasser-Verbrauch wird digitalisiert und zukünftig in Echtzeit auf der Inter-Arena angezeigt

  • Die Transparenz wird durch eine digitale Visualisierung auf einem Dashboard oder mittels einer Animation erhöht → Überblick auf Homepage, App und digitalem Screen am Sportplatz

  • Prüfen, wie oder ob es andere Clubs ebenfalls umsetzen

  • Parallel nach Einsparmöglichkeiten suchen, Erfolge dann besser ablesbar machen

    • Menge des regenerativ erzeugten Stroms darstellen

Ziel 2: Ausrichtung von 3 Spieltagen mit Foodsharing und Ausbildung von mind. 3 Mitgliedern als Foodsaver*innen

Was wollen wir erreichen:

  • Durch Veranstaltungen die Akzeptanz von „geretteten Lebensmitteln“ erhöhen, analog dem letzten Zero Waste Spieltag im April 2024

  • Mit der Ausbildung von Vereinsmitgliedern zu sogenannten Foodsavern die Möglichkeit erweitern, zukünftig in größerem Stil ein Angebot aus Foodsharing zu ermöglichen

  • Interne Vernetzung bei den Coaches durchführen, Infotafeln auf dem Gelände anbringen

  • Weitere Multiplikator*innen für das Thema gewinnen (interessierte Elternschaft, etc.)

Ziel 3: Organisation eines Nachhaltigkeitsspieltages mit Übergabe eines Positionspapiers an die Sportpolitik

Was wollen wir erreichen:

  • Der Nachhaltigkeitsspieltag ist ein Format der Sensibilisierung von Teams und Vereinsmitgliedern zur gesamten Palette der nachhaltigen Aktivitäten    

  •  2026 soll aufgrund der Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses zusätzlich eine Diskussion samt Übergabe eines politischen Forderungskatalogs an mind. eine*n Sportpolitiker*in stattfinden

  • Eine Zusammenarbeit mit anderen Vereinen wird geprüft

Ziel 4: Gewinnung eines nachhaltigen Sponsors und eines weiteren Förderprojekts

Was wollen wir erreichen:

  • Die strategische Vorarbeit, was der Verein potenziellen Partner bieten und in welchen Themenfeldern inhaltlich, über reine Logopräsenz hinaus, langfristig zusammengearbeitet werden kann 

  • Der Abschluss einer neuen Sponsoringpartnerschaft, die auf dem erarbeiteten Kriterienkatalog für Nachhaltigkeit beruht und sich an den Zielen sozialer, ökologischer und/oder ökonomischer Nachhaltigkeit orientiert

  • Die Beantragung und Umsetzung eines neuen Förderprojekts (bspw. aus externen Stiftungsmitteln)

Ziel 5: Weiterführung der strategischen Hitzeschutzmaßnahmen im Sportverein

Was wollen wir erreichen:

  • Das Anbringen eines Banners am Vereinsgelände ab Frühjahr 2026 zur Sensibilisierung für die heißen Sommertage

  • Das Anbringen eines weiteren Plakats neben dem vorhandenen Sonnencremespender mit weiteren Tipps für den Alltag

  • Die aktive Kommunikation in die Coach-Gruppen, um für Hitze- und Gesundheitsschutz in den Teams zu werben

  • Das Prüfen weiterer baulichen Möglichkeiten (Sonnenschutzsegel, Klimaanlage mit PV, o.Ä.) zum Schutz der Mitglieder

Ziel 6: Entwicklung eines Kommunikationskonzepts für die Inter-App und den Bildschirm auf der Inter-Arena

Was wollen wir erreichen:

  • Die kontinuierliche Bespielung der Vereinsmedien mit relevanten News und Mitmachmöglichkeiten durch die AG Nachhaltigkeit

  • Die Verzahnung mit der AG Kommunikation für mehr Sichtbarkeit der Themen in der Mitgliedschaft

  • Dadurch die Gewinnung neuer Engagierter für die AG Nachhaltigkeit oder das projektorientierte Engagement

Ziel 7: Umsetzung eines Pilotprojekts zur Prävention von Sportwettensucht

Was wollen wir erreichen:

  • Die Durchführung des Pilotprojekts zur Prävention von Sportwettensucht im Zusammenspiel mit dem LSB Berlin - weitere Maßnahmen folgen

Ziel 8: Rezertifizierung nach ZNU-Standard mit erweitertem Anforderungskatalog 

Was wollen wir erreichen:

  • Als erster Amateurverein Deutschlands hat der FC Internationale eine externe Zertifizierung auf Nachhaltigkeit erhalten und will das Zertifikat, welches für drei Jahre ausgestellt wird, 2026 wieder erwerben

  • Mittlerweile gibt es einen anspruchsvollen Anforderungskatalog - außerdem wird wieder eine Status-Quo Analyse, Anspruchsgruppenanalyse sowie Wesentlichkeitsmatrix erstellt

  • Die Re-Zertifizierung soll ebenfalls offensiv nach außen getragen werden um zu zeigen, dass auch ein Amateurverein mit geringen Mitteln einen nachweisbaren Beitrag für mehr Nachhaltigkeit leisten kann

 

Das waren unsere Nachhaltigkeitsziele für die Saisons 2021-25

 

Unsere 9 Nachhaltigkeitsziele für die Saison 2024/25 werden auf einem Plakat darsgestellt und den verschiedenen Bereichen der Ökologie, Ökonomie und Sozialem zugeordnet.
Unsere 9 Nachhaltigkeitsziele für die Saison 2023/24 werden auf einem Plakat darsgestellt und den verschiedenen Bereichen der Ökologie, Ökonomie und Sozialem zugeordnet.
Unsere 8 Nachhaltigkeitsziele für die Saison 2022/23 werden auf einem Plakat darsgestellt und den verschiedenen Bereichen der Ökologie, Ökonomie und Sozialem zugeordnet.
Unsere 6 Nachhaltigkeitsziele für die Saison 2021/22 werden auf einem Plakat darsgestellt und den verschiedenen Bereichen der Ökologie, Ökonomie und Sozialem zugeordnet.

4 Unsere Wirkung  


 

Bericht für die Saison 2024/25

demnächst verfügbar

Bericht für die Saison 2023/24

Ziel 1: Klimabewusste und Barrierearme Website

 

Abrechnung: Vorgenommen wurde sich einerseits die Reduktion von CO₂e beim Aufruf der Inhalte der Vereinswebsite. Im Zuge des Relaunches wurden Kriterien wie „lazy load“ (Anzeigen von Bildern erst nach Scrollen über die Seite), geringere Dateigrößen von Bildern beim Upload und weitere Indikatoren an das Entwicklungsteam weitergegeben. Allerdings konnte das Ziel von 0,4 Gramm CO₂e Reduktion nicht erreicht werden, was einerseits mit dem Style Guide und der Nutzung von größeren Bild-Slidern zu tun hatte, aber eben auch mit den Restriktionen des Back-Ends, da kein System wie Word Press oder Typo 3 genutzt wurde. Andererseits konnte bei der barrierearmen Darstellung ein großer Fortschritt gefeiert werden. Es gibt nun einen eigenen Bereich für Leichte Sprache sowie Übersetzungen in vier weitere Sprachen, ein Video über Inter in Gebärdensprache, die digitale Barrierefreiheits-Software zum individuellen Anpassen der Website auf eigene Bedürfnisse und weitere Vorhaben der Web Content Accessibility Guidelines (WCAG).

 

Fazit: Auch in digitalen Prozessen kann es zu Zielkonflikten zwischen klimarelevanten Faktoren und technisch verfügbaren Ressourcen kommen. Durch große Fortschritte bei der barriereärmeren Darstellung, auch durch eine Förderung der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE), wurde ein großer Schritt für mehr digitale Teilhabe erreicht. Die zukünftige Einsparung von CO₂e wir weiter beobachtet.

 

Ziel 2: Standardisierte Sensibilisierung von Neu-Vereinsmitgliedern und Austretenden zu Inters Zukunftsthemen

 

Abrechnung: Für einige Monate wurde damit experimentiert, eintretende und austretende Mitglieder mit einer standardisierten E-Mail mit Informationen um nachhaltiges Engagement (auch bewusst nach dem Vereinsaustritt) zu sensibilisieren. Darauf gab es keine expliziten Rückmeldungen, weshalb der Erfolg der Ansprache nicht abschließend geklärt werden kann.

 

Fazit: Mehr als auf eine Informationsmail kommt es sicherlich auf die direkten persönlichen Erfahrungen und Kontakte vor Ort an, die aufgrund von Zeitmangel nicht durchgängig durch den Nachhaltigkeitskoordinator oder Andere gewährleistet werden können. Für das nächste Nachhaltigkeitsziel sollte sich demnach wieder auf das Modell der Multiplikator*innen konzentriert werden, die bestenfalls zu internen Botschafter*innen in eigener Sache aufsteigen.

 

Ziel 3: Personeller Ausbau der Nachhaltigkeitsabteilung

 

Abrechnung: Dieses Ziel diente der Etablierung einer weiteren Stelle, die sich um die Projekte der AG Nachhaltigkeit und Weiterentwicklung der internen Strukturen kümmert. Als Amateurverein mit begrenzten finanziellen Mitteln ist eine kreative Lösung gelungen: Der FC Internationale ist nun als Einsatzstelle bei der Stiftung Naturschutz Berlin gelistet und bietet ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) neben den bereits bestehenden Freiwilligendiensten an. Elina wurde im September 2023 die erste FÖJlerin und war neben dem Tagesgeschäft in u.a. den Young Climathon und ein Upcycling-Projekt involviert.

 

Fazit: Als erster Sportverein in Berlin ist Inter auch beim Angebot eines FÖJ Vorreiter. Ziel ist es, eine Verstetigung des FÖJ-Programms in den kommenden Jahren zu erreichen und junge Menschen zu ökologischer Nachhaltigkeit im und durch Sport auszubilden.

 

Ziel 4: Die gesamten Scope 3-Emissionen des Vereins erfassen

 

Abrechnung: Nachdem im vorherigen Jahr eine Pilotrechnung zu den Scope 3-Emissionen in Verbindung mit Masterandin Veronika in der AG Nachhaltigkeit erstellt wurde (259 Tonnen CO₂e, siehe Bericht für die Saison 2022/23), ging es im nächsten Schritt um eine Gesamtbilanz. Dafür partizipierte der FC Internationale als einer von 10 Vereinen in einem weiteren Pilotprojekt von myclimate und dem DFB, an deren Ende ein Klimabilanzrechner für Vereine steht. Dafür wurden innerhalb einiger Monate Daten in verschiedenen Kategorien wie etwa "Mobilität", "Energie" oder "Events und Teamfahrten" eingetragen. Sollten für Teile der Abfrage keine genauen Werte vorliegen wie im Bereich Catering, wurde mit Schätzwerten gearbeitet. Am Ende standen Gesamtemissionen von 320 Tonnen CO₂e in der Saisonbetrachtung, die aufgrund von Hochrechnungen nicht ganz genau, aber näherungsweise den Fußabdruck des Vereins beziffern.  

 

Fazit: Der gemessene Wert ist eine Einordnung, wo Potenziale der Einsparungen liegen. Allerdings ist es für einen Amateurverein ein großer Aufwand, alle Datenpunkte möglichst genau zu erfassen und langfristig zu tracken. Das Klimabilanztool ist eine Erleichterung, konkrete Einsparungen können mit bekannten Maßnahmen wie im Bereich Mobilität, Infrastruktur oder Catering jedoch auch ohne direkte Messung gelingen.

 

Ziel 5: Folgende Events umsetzen: Young Climathon, Mobilitätsspieltag, Teilnahme am Fair Friday, Nachhaltigkeitsspieltag, Digitales Nachhaltigkeits-Event, Kleidertausch

 

Abrechnung: Die Saison 2023/24 war gespickt mit zahlreichen Nachhaltigkeitsevents. Der Young Climathon hat aufgrund von kurzfristigen Schulabsagen nicht mit bis zu 150, sondern mit knapp 70 Schüler*innen stattgefunden. Analog wie in 2022 rief der Verein auch beim Black Friday 2023 zur Alternative, dem Fair Friday, auf, und ließ den Fanshop symbolmäßig über das Wochenende geschlossen. Am 21. April organsierte Inter zum 1. Herren Spiel gemeinsam mit Gegner Polar Pinguin einen Fahrradspieltag und bot Interessierten u.a. eine kostenlose Fahrradreparatur, Leuchtsticker im Vereinsdesign oder ein kostenfreies Getränk für die Fahrradanreise an. Einen Nachhaltigkeitsspieltag wie in den drei Jahren vorher gab es in dem Sinne nicht, allerdings nutzte der Verein den 8. Juli auf der Fan Zone-Bühne am Reichstag während der EURO 2024 öffentlichkeitswirksam, um erstmals das neue und kreislauffähige Trikot zu präsentieren. Das digitale Web-Seminar „Nachgewiesen Nachhaltig - Zertifizierte Fußballclubs aus Profi- und Breitensport“ mit den ZNU-zertifizierten Vereinen 1. FC Köln, Borussia Mönchengladbach und Vorwärts Spoho sahen live in der Spitze knapp 40 Personen, es ist weiterhin auf dem Inter YouTube-Kanal zu finden. Zuletzt gibt es auch ein Video zum Kleidertausch und Engagementtag am 15. Juni 2024, der gemeinsam mit _SWAP-Events erfolgreich bestritten wurde.

 

Fazit: In kurz: Eine umfangreiche Organisation und mediale Verwertung von Nachhaltigkeitsthemen, die im Amateursport sicher ihres gleichen sucht. Insbesondere der Aspekt der Koopetition, bei dem man wie im Beispiel Polar Pinguin miteinander konkurriert als auch kooperiert, sind sinnvolle Zukunftsmodelle. 

 

Ziel 6: Eine erstmalige Ausschreibung der Teamwear mit 30 % Nachhaltigkeitskriterien bei der Vergabe

 

Abrechnung: Nach einem Vorstandsbeschluss im Sommer 2023 und der Ausarbeitung der Kriterien im September und Oktober konnte am 31.10 die Ausschreibung der Spiel- und Trainingsbekleidung offiziell auf der Website inkl. Pressemitteilung veröffentlicht werden. In den finalen Auswahlgesprächen Mitte Januar 2024 setzten sich mit HAKRO und runamics zwei Organisationen durch, die Nachhaltigkeit und insb. Kreislaufwirtschaft mit dem Verein neu denken wollten. Die innovative Ausrüster-Partnerschaft entstand demnach explizit auch durch die 30-prozentigen Vergabekriterien, die die Standards der öko-fairen Beschaffung im Verein neu definierten. Weitere Infos gibt es auf der Partnerseite.

 

Fazit: Die Ausschreibung war der Startpunkt für das vielleicht größte Projekt des Vereins: DAS TRIKOT, das erste Fußballtrikot weltweit aus Cradle to Cradle Gold zertifizierten Materialien. Es wäre wünschenswert, wenn weitere (Amateur-)Vereine Nachhaltigkeitskriterien bspw. in Form einer solchen Ausschreibung nutzen würden, um den Druck auf Sportartikelhersteller für eine fairere und ökologischere Produktion zu erhöhen.

 

Ziel 7: Gründung eines beratenden Nachhaltigkeitsgremiums mit mind. fünf Personen

 

Abrechnung: Für das angedachte Gremium wurden im ersten Schritt Kriterien aufgestellt und bereits einige Namen gelistet, die dafür in Frage kämen. Im Abrechnungszeitraum ist es nicht mehr zur Etablierung des Gremiums gekommen, weshalb es für das kommende Jahr als erneutes Ziel gesetzt ist.

 

Fazit: Der Verein plant weiterhin mit einem extern beratenden Gremium zu den eigenen Nachhaltigkeitszielen.

 

Ziel 8: Erfolgreiche Bewerbung bei mind. drei nachhaltigen Förder- oder Projektausschreibungen

Abrechnung: Zur Umsetzung des Kleidertausches und Engagementtages beantragte der Verein erfolgreich Mittel von der DSEE im Programm Mikroförderung. Beim Berliner Fußball-Verband (BFV) setzte man sich mit vier weiteren Vereinen als Erstplatzierte im Innovationspreis durch und konnte mit dem nachhaltigen Zero Waste Spieltag ein Konzept vorlegen, welches im darauffolgenden Jahr in die Praxis überführt wird. Zudem erhielt der FC Internationale in 2024 die dotierten Preise der Bötzow-Stiftung und des GASAG-Umwelteuro. Ein herausragendes Beispiel war die erfolgreiche Beantragung des UEFA-Klimafonds im Zuge der Europameisterschaft 2024, als man als einziger Berliner Verein Fördermittel für die Anschaffung eines e-Minibusses gewann. Zuletzt wird die Position des hauptamtlichen Koordinators weiterhin mit einer 50%-Bezuschussung durch den Landessportbund Berlin im Förderprojekt Kiezkoordination mitfinanziert.

 

Fazit: Die Zielsetzung wurde übertroffen und zeigt, dass es auch nach der erfolgreichsten Phase Anfang 2023 mit dem Gewinn des Großen Stern des Sports in Gold vom DOSB weitere Möglichkeiten der kreativen Finanzierung von Nachhaltigkeit im Sport gibt. Insbesondere die Vorarbeit aus der bereits erstellten Mobilitätsanalyse gab den Ausschlag, weshalb sich der FC Internationale beim UEFA-Klimafonds gegen tausende Bewerber durchsetzte und einen Wettbewerbsvorteil als ‚first mover‘ besitzt.

 

Ziel 9: Erstellung eines Konzepts für nachhaltige Kooperationen und Sponsorings

 

Abrechnung: Das Thema und Ziel wurden mehrfach in den Sitzungen der AG Nachhaltigkeit besprochen und vom Nachhaltigkeitsbeauftragten in Diskussionen mit anderen Vereinen intensiviert. Ein Konzept im eigentlichen Sinne ist daraus nicht entstanden, sondern eher die Erkenntnis, die Werte und Handlungsmaximen des Vereins qua Satzung abzubilden. Durch weitere Dokumente wie Kodizes ist ein Grundgerüst zur nachhaltigen Haltung erkennbar. Mitte 2024 wurde ein praktischer Erfolg verbucht, indem der Verein mit dem Bio-Getränkehersteller Voelkel rund um ökologischeres Getränke-Catering kooperierte. Auf konzeptionelles Sponsoring im Nachhaltigkeitsbereich wird zukünftig der Fokus gelegt. 

 

Fazit: Sponsorings haben in der Vergangenheit im Verein keine große Rolle gespielt. Die Diskussionen und die erfolgte Partnerschaft mit Voelkel bieten eine spannende Möglichkeit, den Verein auf eine noch breitere Finanzierungsbasis zur Erreichung der ambitionierten Nachhaltigkeitsziele zu stellen.

Bericht für die Saison 2022/23

Ziel 1: Konsequente Überprüfung sowie Umsetzung aller Beschaffungsvorgänge durch Prozessanweisungen


Abrechnung: Es wurde eine allgemeine Beschaffungsrichtlinie erarbeitet, die in verschiedenen Bereichen wie IT, Büroausstattung oder Reinigungsmaterial Nachhaltigkeitskriterien beinhaltet. Für den Bereich Sportkleidung wurde zudem eine separate Richtlinie mit umfassenden Kriterien verabschiedet, die als Basis für die Umstellung des Fanshops gilt. Im Tagesgeschäft wird ein einheitlicher Beschaffungsvorgang inklusive der Prüfung durch den Koordinator Nachhaltigkeit in der Geschäftsstelle so gut es geht umgesetzt. Allerdings kann bei kurzfristigen Einkäufen eine Prüfung oder Berücksichtigung nicht immer sichergestellt werden, was an den vielfach ehrenamtlichen Strukturen liegt. Eine schriftliche Auflistung aller größeren Anschaffungen inkl. Nachhaltigkeitsreview hat sich in der Praxis nicht bewährt und wurde vorerst eingestellt. Eine regelmäßige Abstimmung findet mit dem Geschäftsführer Sport statt, bspw. bei der Organisation von Trainingscamps oder dem Sportmaterialeinkauf. Regelmäßige Gespräche mit den beim Einkauf beteiligten Personen sollten eingeführt werden.

 

Fazit: Auch wenn nicht alles in der Praxis funktioniert, hat allein schon die Bewusstseinsbildung innerhalb des Vereins für Nachhaltigkeitskriterien beim Einkauf für einen Wandel gesorgt. Refurbished IT, Recyclingpapier und die generelle Suche nach Alternativen zu herkömmlichen Produkten zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind.

 

Ziel 2: Sensibilisierung der Mitgliederbasis: mind. 120 Trainer:innen, Spieler:innen und Eltern durch Workshops zur Nachhaltigkeit im und durch Sport erreichen

 

Abrechnung: 2022/23 fanden 12 Workshops innerhalb des Spielbetriebs mit verschiedenen Jugendmannschaften sowie während der Fußballferiencamps mit den Campteilnehmenden statt. Es wurden dabei zwischen 150-200 Menschen direkt zu den Themen Ressourcenschutz, Abfallvermeidung, Fairer Handel und globale Gerechtigkeit erreicht. Daneben gab es einen internen Workshop zu Klimakommunikation im Sport, um die Mitglieder der AG Nachhaltigkeit bestmöglich auf ihre Aufgaben vorzubereiten. Ein öffentliches Event zum Thema „Nach Katar ist vor der EURO 2024” wurde im vergangenen November bei Inter organisiert. Darüber und ganz besonders über das Nachhaltigkeitskonzept der Organisator:innen wurde mit Niclas Bruns, Projektleiter der UEFA EURO 2024 Host City Berlin, gesprochen.

 

Fazit: Das Ziel wurde insbesondere durch die Verknüpfung der Workshops mit den Feriencamps übertroffen. Allerdings wurden die Elternteile als Zielgruppe nicht explizit adressiert, dort besteht in der Zukunft noch Potenzial. Außerdem sind neben Bildungsangeboten vor Ort auch Exkursionen in einen Naturschutzpark oder auf einen Ökoacker möglich – vermutlich darstellbar über das bewährte Konzept der Feriencamps.

 

Ziel 3: Halbe Stelle im Hauptamt mit Fokus Nachhaltigkeit etablieren

 

Abrechnung: Seit Februar 2022 existiert eine hauptamtliche 50%-Stelle, die sich um die Projekte der AG Nachhaltigkeit, um die Weiterentwicklung der internen Strukturen sowie um Inklusion kümmert. Mittels einer Förderung des LSB Berlins läuft diese noch bis Ende des Jahres 2023, soll aber auch im Jahr 2024 verlängert werden.  

 

Fazit: Das Ziel wurde erreicht. Es soll zukünftig budgetär auch ohne eine fixe Förderung sichergestellt werden, dass die Stelle der Nachhaltigkeitskoordination weitergeführt wird.

 

Ziel 4: Pilotrechnung zu Scope 3 aufstellen, um die CO2-Bilanz der Mitgliederbasis und der Club-Aktivitäten messbar zu machen

 

Abrechnung: Gemeinsam mit einer Master-Studentin, die ihre Abschlussarbeit unter dem Titel „Entwicklung einer Klimastrategie auf Basis der CO2-Bilanzierung am Beispiel des FC Internationale 1980 e.V”. konzipierte, hat die AG Nachhaltigkeit den Bereich Mobilität im Scope 3 ganzheitlich berechnet. Wir kommen auf knapp 259 Tonnen CO₂e und selbst bei einem progressiven Verein mehr als 74.000 Autofahrten (!) im Spielbetrieb (ÖPNV rund 57.000, Fahrrad / zu Fuß rund 38.000). In dem Zuge wurden ebenfalls für zukünftige Aktivitäten Reduktionsmöglichkeiten bewertet. Außerdem wurden für den Nachhaltigkeitstag die Emissionen für das Catering erstmalig durch eine externe Agentur berechnet. Im kommenden Schritt ist 2024 die schrittweise Ermittlung und Reduktion aller Scope 3 Emissionen wie dem Catering, dem Merchandise oder der Spielkleidung geplant. 

 

Fazit: Allein die Abdeckung eines thematischen Bereichs aus dem Scope 3 war ein großer zeitlicher Aufwand. Zukünftig sollte sich noch mehr an Näherungswerten von Produkten orientiert werden oder wieder eine Projektpartnerschaft eingegangen werden, um eine zu hohe Auslastung des Teams zu vermeiden.

 

Ziel 5: Events

  • Unified-Schnuppertag für Menschen mit Behinderung

  • Co-Organisation der Berliner Meisterschaften für Menschen mit Behinderung mit der BWB

  • 2. Tag für mehr Nachhaltigkeit

  • Interkulturcup in Kooperation mit dem Bündnis gegen Anti-Semitismus Tempelhof-Schöneberg

  • Kleidertausch-Event

 

Abrechnung:  Die Events haben wie geplant stattgefunden, für den Unified-Schnuppertag, den Tag für mehr Nachhhaltigkeit (2x) sowie das Kleidertauschevent gibt es jeweils ein Video:

 

Fazit: Der mediale Effekt größerer Vereinsevents sollte nicht unterschätzt werden. Zukünftig sollten weiterhin Formate gefunden werden, die noch mehr Mitglieder und Interessierte auf das Vereinsgelände bringen. Außerdem sind direkte Dialogformate eine gute Möglichkeit für mehr Partizipation.

 

Ziel 6: Den gesamten Fanshop auf faire und ökologische Produkte umstellen (bislang 3/10)

 

Abrechnung: Mittlerweile sind vier Baumwoll-Produkte aus dem Fanshop bereits auf fair gehandelte sowie ökologische Produktion umgestellt (Hoodies,Pullover, Mützen, Turnbeutel), was durch die Zertifizierungen Fairtrade Baumwolle und Global Organic Textile Standard (GOTS) gewährleistet ist. Darüber hinaus werden zwei Produkte aus recyceltem Polyester (Regenjacken, Aufwärmshirts) mit der Zertifizierung Global Recycled Standard (GRS) und weiteren Sozialstandards angeboten. Zudem verfügt der Verein in der Mehrzahl über fair gehandelte Fußbälle der Marken Bad Boyz Ballfabrik, Derbystar und Cawila. Die 1200 T-Shirts für die diesjährigen Feriencamps verfügen ebenfalls über Fairtrade Baumwolle und GOTS-Zertifizierungen. Damit sind zwar vorerst nur acht zertififizierte Artikel neben der Ausrüsterware im Fanshop, allerdings wurde sich vorerst gegen die Aufnahme von weiteren Artikeln entschieden, sodass das Ziel schlussendlich erreicht wurde.

 

Fazit: Schlussendlich machen die Fanshop-Artikel nur einen geringen Anteil an der ausgelieferten Ware (insb. Trainings- und Spielkleidung) aus, obwohl die Umstellung bei den Feriencamps bereits viel erreicht hat. Der nächste Schritt sollte deshalb eine konsequente Beschäftigung mit der Nachhaltigkeit der Trainings- und Spielkleidung sein.

 

Ziel 7: Angebot von mind. 80% Bio-Catering sowie regionalen Produkten

 

Abrechnung: Stand jetzt wurde das Ziel verfehlt. Nachdem der Verein beim Essensangebot 2022 noch konsequenter auf die Einhaltung von Bio-Standards und einem breiteren Angebot an vegetarischen Speisen gesetzt hatte, hat sich dies nicht in der Form fortsetzen lassen. Ein Zielkonflikt bei Alternativen zum herkömmlichen Fleisch auf dem Grill war und ist die religiöse Ausrichtung einiger Vereinsmitglieder, die berücksichtigt wurden. Ähnlich den Bio-Siegeln gibt es sogenannte Halal-Zertifikate, die Produkte kennzeichnen, bei deren Herstellung die Einhaltung der Halāl-Regeln sichergestellt ist und auf die einige Menschen beim Verzehr angewiesen sind. Daneben waren Abstimmungen im Tagesgeschäft für den Verein schwierig und auch die preisliche Marktlage für das Catering. Der Verein nutzt bereits folgende Bio-Zutaten für das Essen: Butter, Mehl, Eier, Milch, Zucker, Zimt, Tomaten, Falafel, Apfelmus, Schokocreme und veg. Wurst. Je nach Angebot kommen noch weitere dazu. Zum Teil wurden folgende Bio-Zutaten genutzt: Zwiebeln, Ketchup, Mayo und Salat. Keine Bio-Umstellung gab es bei: Vanillezucker, Salz, Grillkäse, Sucuk, Geflügelwurst, Brötchen, Schokolade, Pommes und Tee. Das macht circa 50 % in der Endabrechnung. Bei Veranstaltungen wie Workshops, Feriencamps, Mitgliederversammlungen gab es jedoch rein vegetarische + entsprechende Bio-Ansätze. Im regulären Spiel- und Trainingsbetrieb werden zudem 80 Prozent aller Getränke in Bio-Qualität angeboten oder auch auf Regionalität geachtet. 

 

Fazit: Manchmal lassen sich gewünschte Veränderungen aus nachvollziehbaren Gründen nicht sofort umsetzen. Es bleibt bei einer weiteren Abstimmung zu dem Thema und der Aufgabe für den Verein, mehr Mitglieder generell zum Einkauf im Trainings- und Spielbetrieb zu motivieren, um die Umstellung auf Bio und weitere vegetarische/vegane Gerichte attraktiver zu machen.

 

Ziel 8: Umsetzung eines Pilotprojekts zum Upcycling von alten Sportmaterialien sowie der fachgerechten Entsorgung von Abfällen

 

Abrechnung: Es wurden verschiedene Infomaterialien mit Sportbezug zur korrekten Mülltrennung auf dem Vereinsgelände angebracht. Außerdem lief eine Testphase der getrennten Abfallentsorgung im Kabinentrakt auf der Inter-Arena, die es den Spieler:innen über ein Wegeleitsystem erleichtern soll, den Müll zu trennen. Mittlerweile gibt es gut sichtbar vier Mülltrennungsbehälter inklusive einer Biotonne. Die AG Nachhaltigkeit experimentierte zudem mit dem Upcycling von alten Stoff- und Sportmaterialien. Daraus wurden in geringer Stückzahl erste Federmappen und weitere Gegenstände hergestellt. Die nicht mehr reparierbaren Tornetze und Trainingshütchen wurden in einer ersten Pilotaktion durch das Start-Up und Partner des Vereins, re:net, zu Rezyklat verarbeitet und im Sinne der Kreislaufwirtschaft wiederverwendet.

 

Fazit: Die bislang starken Einzelprojekten sollten in Zukunft, vielleicht durch eine Partnerschaft mit einem Unternehmen, institutionalisiert werden. Hier besteht zudem viel Potenzial für Bildung und weitere Sensibilisierung.

Bericht für die Saison 2021/22

Die Nachhaltigkeitsziele aus dem Jahr 2021 konnten umgesetzt werden und werden im Jahr 2022 thematisch ausgebaut (siehe unten: Das aktuelle Programm im Detail).

 

Dazu kamen weitere Projekte, die über die Saison 2021/22 liefen:


u.a.:

  • Kooperation mit Schulen

  • Kooperation mit anderen Organisationen (Sportvereinen, LSB etc)

  • Zahlreiche Informationsabende (per Video) mit anderen Vereinen, um den Weg zu mehr Nachhaltigkeit im Verein aufzuzeigen

  • Blühwiesen auf der Arena

  • Neuer Sportplatz mit umweltfreundlicherem Kork als Belag wird demnächst eingeweiht

 

Auch Zielkonflikte / Rückschläge blieben nicht aus:

  • Umstellung Catering und Getränke auf Bio und regional sehr schwierig

  • Bestellung Merchandise-Artikel (ausgewählter Lieferant hat den Betrieb eingestellt und es musste der Anbieter gewechselt werden)

  • Bestellung auf nachhaltigere Produkte umstellen in der Praxis schwierig (Preis, Verfügbarkeit, zeitlicher Faktor, Zuständigkeiten)

  • Mülltrennung schwierig, da öffentlicher Raum

  • Einige technische Anlagen waren oder sind in Störung (Bezirk muss die Wartung beauftragen), z.B. Solarthermieanlage, Sprenkleranlage

  • Da in der AG NH ehrenamtlich gearbeitet wird, ist der Faktor Zeit oft begrenzend bei der Mitarbeit, einige Projekte sind dann stockend oder müssen von einer kleinen aktiven Gruppe vorangetrieben werden

 

Schlussendlich bleibt das Resume:

  • Insgesamt bislang ein sehr erfolgreiches Projekt, intern wie extern hochgelobt und eine Vorreiterrolle in Deutschland, das Projekt wurde medial sehr gut verbreitet - zahlreiche Preise bestärken dies

  • Die Umsetzung des ZNU-Standards ist sehr anspruchsvoll, und die Inhalte für die meisten Mitglieder (bis auf das Kernteam) nicht im Detail vermittelbar

  • Sehr positive Rückmeldungen von Verbänden, Medien, Politik und anderen Vereinen

  • Innerhalb des Vereins ist jedoch noch viel Aufklärung und Überzeugung zu leisten (war ohnehin eines der wesentlichen Ziele)

  • Der immense zeitliche Aufwand kann derzeit nur durch das Hauptamt (Anton, halbe Stelle) gewährleistet werden, für die Zukunft muss der Verein sich hierzu noch positionieren

  • An der Verbreitung der Idee arbeiten wir intensiv (mit ZNU, mit TÜV, mit dem LSB, dem Bezirk etc)

Für Interessierte

 

Wie erreicht man ein Nachhaltigkeits-Zertifikat nach dem ZNU-Standard?

Grundlage für die Zertifizierung ist ein Standard, der vom ZNU-Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung (einem Forschungsinstitut an der Uni Witten/Herdecke) entwickelt wurde; neben dem 1.FC Köln als erstem Profisportverein wurden weitere namhafte Unternehmen danach zertifiziert (z.B. Ritter Sport, Bitburger Brauerei, Brandt Zwieback).

 

Bei der Zertifizierung des FC Internationale Berlin war der 1 FC Köln das Vorbild (2020 zertifiziert), es sollte anhand eines Pilotprojektes geprüft werden, ob generell auch Amateurvereine für diese Zertifizierung in Frage kommen. Das Pilotprojekt wurde vom FC Internationale in Zusammenarbeit mit dem ZNU und dem TÜV Rheinland erfolgreich durchgeführt.

 

Interessenten können sich an den Verein wenden (e-mail:  ), das Institut ZNU der Uni Witten/Herdecke ist prinzipiell bereit, jeden interessierten Verein zu unterstützen.

 

Der ZNU-Standard setzt primär darauf, Organisationen die systematische und kontinuierliche Verbesserung der Performance in den Dimensionen Umwelt, Wirtschaft und Soziales zu ermöglichen sowie den Lernprozess anzuregen. Dabei werden alle wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen in der Organisation beleuchtet. Diese müssen in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess glaubwürdig weiterentwickelt werden. Die Einhaltung wird durch die Zertifizierungsgesellschaft (z.B. den TÜV Rheinland) in jährlichen Überprüfungsaudits hinterfragt. Für wesentliche Themen gibt es quantifizierte Ziele und Kennzahlen, deren Erfüllungsgrad dem Zertifizierer jährlich nachzuweisen ist (um das Zertifikat aufrecht erhalten zu können).

 

Das Zertifikat hat eine Gültigkeit von 3 Jahren, jährlich findet eine Überprüfung der Standardforderungen vor Ort statt.

 

Unsere Tipps für einen erfolgreichen Weg zur Nachhaltigkeits- Zertifizierung:

 

1. Eine Nachhaltigkeitsgruppe mit Interessierten aus verschiedenen Bereichen im Verein gründen

2. Zusammen entdecken, welche Aspekte Nachhaltigkeit erfasst

3. Eine Bestandsanalyse machen: Wo stehen wir beim Thema Nachhaltigkeit? Stellschrauben und Potentiale erkennen!

4. Systematische Planung: Regelmäßige Gruppentreffen, Ideen und Projekte entwickeln

5. Prozessarbeit: Themen bündeln und in Kleingruppen bearbeiten, Projektpläne erstellen (Ziel, Messbarkeit, Verantwortliche, Zeitkorridor...), bestehende Abläufe und Aktivitäten überprüfen (z.B. Beschaffungen, Weiterbildungen) und ggf. anpassen

6. Nachhaltigkeit sichtbar machen! Das Thema in die Vereinssatzung aufnehmen

7. Jeder Verein ist einzigartig, es gibt kein standardisiertes Vorgehen. Wichtig dabei ist, die Gestaltung klimafreundlicher Sportvereine prozesshaft zu gestalten

8. Überprüfen: Nach einigen Monaten und positiven Erfahrungen, erfolgt die Absprache mit einem vorher ausgewählten Zertifizierer. Nach bestandener Zertifizierung erhält der Verein das Zertifikat (siehe ganz unten) für 3 Jahre.

 
 

 

  Logo ZNU: Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung 

 


 

 

Unser Engagement wirkt! Und das ist unabhängig nachgewiesen:

 

Energieverbrauch, nachhaltige Verpflegung oder CO2-Fußabdruck von Sportmaterialien und Merchandising: Sportvereine können viel für ganzheitliche Nachhaltigkeit tun und zu einem Bewusstseinswandel junger Menschen beitragen. Der FC Internationale Berlin 1980 verknüpft Sport, Gesellschaftspolitik und ist als Integrationsstützpunkt aktiv.

 

Im Mittelpunkt des Projekts INTERACTION für mehr Nachhaltigkeit im und durch Sport stehen der nachhaltige Betrieb des eigenen Vereins, Bildungs- und Engagement-Events und aktive Kommunikation zum Thema Klimaschutz. Der FC Internationale ist als erster nachhaltig zertifizierter Amateurverein Deutschlands anerkannt und Vorbild für zahlreiche andere Sportvereine in Deutschland.

 

INTERACTION bewirkt eine Bewusstseinsveränderung für Klimaschutz im und durch Sport und erreicht die Menschen dort, wo sie sichtbar ihren eigenen Anteil zur nachhaltigen Entwicklung beisteuern können.

 

(Quelle: PHINEO)

Logo des PHINEO WIRKT Siegel
Logo mit dem Schriftzug INTERSTÜTZUNG NACHHALTIGKEIT

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