Und wir haben den Pokal ...
Das war klarer als befürchtet. Mit einer souveränen und sehr konzentrierten Leistung gewann unsere 2. Herren mit 4:0 gegen die Spandauer Kickers. Ein wenig fühlte man sich an Bayern gegen Stuttgart erinnert. SpaKi versuchte zu Beginn, mit dem zwei Klassen höheren Landesligisten mitzuhalten. Schon nach 10 Minuten fing sich Ben eine gelbe Karte, aber die sehr sattelfeste Inter-Abwehr ließ über 90 Minuten kaum etwas zu. Vieles wurde von Philipp schon im Mittelfeld weggeholt, den Rest erledigten Jannik und Jesper. Die beiden Außenverteidiger hielten ihre Gegenspieler in Schach, die Gäste hatten in den 90 Minuten nicht eine wirklich dicke Torchance, auch weil Konsti aufmerksam mitspielte. Einmal musste ein Trudelball kurz vor der Linie geklärt werden, ein anderer kullerte nach einer etwas unübersichtlichen Situation nehen das Tor, ein Freistoß landete auf dem Tornetz. Das war' s. Nach vorne brachten der sehr laufstarke Miguel und Franz Ordnung ins Spiel. Und dann war da ja noch Joshi, der nach einem Zuspiel von Franz einfach mal mit links ins kurze Eck abzog und mit einem strammen Schuss zum 1:0 traf. Der gute Torhüter der Spandauer verhinderte durch aufmerksames Mitspielen weitere Gegentreffer, z. B. als er einen Knaller von Ben gerade noch ans Lattenkreuz lenkte - stark gehalten. Auf den Außen kamen die beiden Scheffler-Brüder immer besser ins Spiel. Als Armin geschickt wurde, ließ er sich ein wenig abtreiben. Seine Mischung aus Toschuss und Flanke grätschte Joshi zum 2:0 zur frühen Vorentscheidung ins Netz. Damit wurden die Seiten gewechselt.
Der zweite Abschnitt war Schaulaufen. Die Kickers waren müde, das war bei den hohen Temperaturen zu erwarten. Inter hätte nachlegen können, lief aber zu oft ins Abseits. Die Kräfte der Spandauer schwanden zusehend. Als Joshi durch war, wurde er im Strafraum umgerissen, die Konsequenz: Elfmeter und rot wegen Notbremse. Joshi trat an und versenkte ins gleiche Eck wie Harry Kane im DFB-Finale. Nun wurde munter gewechselt, die Partie wurde immer einseitiger. Jasper hatte noch eine dicke Chance, doch der Torhüter war der beste Mann der Spandauer. Ein weiterer Angriff wurde nicht gerade perfekt zu Ende gespielt. Schließlich schob Miguel nach dem schönsten Angriff des Spiels nach überlegtem Rückpass von Selim zum 4:0-Endstand ein. Danach war Schluss.
Ein besonderes Lob gebührt Trainer Yannik Lüdtke, der die Mannschaft wieder einmal blendend eingestellt hatte und eine Riesensaison coachte. Schon vier Spieltage vor dem Ende der Serie steht man als Nichtabsteiger fest, im Pokal hat man sich schon im Halbfinale bei starken Sternern souverän durchgesetzt. Die Mannschaft spielt nicht immer Fußball zum Zunge schnalzen, aber sie ist eine richtige Einheit und hat zudem ein paar alte Hasen drin, die wissen, wie es geht. Die Jüngeren bringen die nötige Energie mit, die Mischung passt einfach, will aber auch richtig zusammengestellt werden.
Die zahlreichen Inter-Fans waren begeistert, die Spieler feierten ausgelassen und natürlich schallte mehrmals „Inter ist der geilste Club der Welt“ durchs Stadion. Glückwunsch zu dieser überragenden Saison. Nun gilt es, den 1. Herren die Daumen zu drücken.
Einzelwertung:
Konstantin spielte ruhig und fehlerlos. Musste nicht viel eingreifen, war aber stets aufmerksam.
Jannis machte ein starkes Spiel und meldete seinen schnellen Gegenspieler so ab, dass dieser ausgewechselt wurde.
Jannik spielte wie fast immer souverän und ließ Spaki hin und wieder ins Abseits laufen. Ließ den bissigen 55er nicht zur Entfaltung kommen. Sein Kopfball über der Grasnarbe führte nicht zum Tor.
Jesper schließt sich Jannik weitgehend an, zauberte zweimal mit Hacke und Spitze. Hatte seinen Anteil daran, dass die SpaKi-Spitze stumpf blieb.
Ben holte sich früh die gelbe Karte, ließ sich aber im Anschluss daran nicht davon abhalten, zu kämpfen, was das Zeug hielt. Knallte ein echtes Geschoss an die Latte, wobei der Keeper noch dran war.
Armin hatte relativ viel Platz und nutzte diesen, um vor dem 2:0 den Gegnern davonzueilen. Seine Vorlage grätschte Joschi rein. Eine sehr solide Partie.
Philipp machte ein Riesenspiel und holte im defensiven Mittelfeld weg, was wegzuholen war. Versuchte sich sogar noch als Torschütze, zielte aber zu hoch. Eine ganz starke Partie.
Franz spielte wie immer sehr unaufgeregt und kontrollierte die Bälle, was dem Spiel guttat. Hielt zusammen mit Philipp den Gegner schon frühzeitig vom Inter-Tor weg.
Miguel rannte und rannte und rannte. Der Kapitän wollte unbedingt den Pokal in die Höhe stemmen, was er schließlich auch durfte. Allerdings ließ er es sich nicht nehmen, vorher noch einzulochen.
Vincent brachte wieder seine ganze Energie auf den Platz und machte dem Gegner immer wieder zu schaffen. War durch seine Laufleistung mitverantwortlich dafür, dass die Spandauer gut schlafen werden.
Joshua war „man oft he match“! Das erste Tor war ein Volltreffer, beim zweiten war er absolut aufmerksam, den Elfmeter zum 3:0 haute er auch noch rein. So war es kein Wunder, dass auf den Rängen jede Menge Vergleiche mit einem gewissen Harry Kane gezogen wurden.
Julius, Jasper und Selim brachten in der letzten Viertelstunde noch einmal frischen Schwung, Selim legte zum 4:0 auf.
Jannic kam für Jannik, Noah für Franz. So kamen beide auch noch in den Genuss einiger Minuten. Nicht eingesetzt wurden Stevie, Mattis, Levi und Simon, aber natürlich waren sie Teil des Pokalsieger-Teams.
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