Mehr Licht als Schatten
Man merkte den meisten Akteuren an, dass die Winterpause länger als geplant war. Hinzu kamen die plötzlich frühlingshaften Temperaturen, so kamen nicht gerade mitreißende Partien zustande. Die 1. Herren hatten mit dem Berliner SC II einen Aufbaugegner, der quasi ohne Sturm agierte, allerdings durch zwei Standards im ersten Abschnitt sehr gute Chancen hatte. Beide wurden neben das Tor gesetzt. Inter machte es besser. Der im ersten Abschnitt tonangebende Enrique setzte Rückkehrer Leo in Szene, der aus spitzem Winkel frei vor dem Torhüter kurzen Prozess machte. Im zweiten Abschnitt verflachte die Partie zusehends. Kurz vor Schluss hatte Gaston noch eine Großchance, konnte den Gästekeeper aber nicht überwinden. So blieb es beim 1:0. Fazit von Trainer Juan: „Drei Punkte – das zählt!“.
Die Zweite spielte auch 90 Minuten plus Nachspielzeit. Besonders erwähnenswert waren aber vor allem die Minuten 22 – 24. Nach einer kurzen Ecke ging Mahlsdorf in Führung, doch nur wenig später hatte Inter durch einen Elfmeter die Möglichkeit zum Ausgleich. Leider setzte Armin ihn neben das Tor. Zu allem Überfluss fing man sich im nächsten Angriff der Hausherren das 0:2, womit auch schon das Endergebnis feststand. Denn die restliche Partie war eher ereignisarm, die Teams neutralisierten sich weitgehend, was für Inter zu wenig war, um noch einen Punkt mitzunehmen, der durchaus drin gewesen wäre. Die Dritte blieb ebenfalls ohne Treffer und verlor bei Charlottenburg-Wilmersdorf II deutlich mit 0:4. Damit ist man endgültig im Abstiegskampf angekommen. Die Fünfte gewann ihr Spiel gegen Wacker Lankwitz klar mit 5:2.
Die Frauen machten es besser, zumindest die 1. und 2. Beide mussten schon vormittags ran, was ihnen scheinbar guttat. Wobei die Erste sich nach 3 Minuten schon einem Rückstand ausgesetzt sah. Doch nach einmal schütteln, glich Inter bereits nach 11 Minuten durch Cindy aus. Mit 1:1 wurden die Seiten gewechselt, im zweiten Abschnitt ließen die Inter-Frauen den Neuköllnerinnen keine Chance mehr. Julia, Lena und Janina machten den 4:1-Sieg klar. Vier Tore schossen auch die 2. Frauen in Hohen Neuendorf. Allerdings gab man die Führung, die Aliya nach 10 erzielte nicht wieder aus der Hand. Kira baute den Vorsprung aus, Hohen Neuendorf kam nur zweimal zum Anschlusstreffer, ehe Aliya endgültig den Deckel zum 4:2 draufmachte. 18 Punkte und Platz 7 wirken zumindest beruhigend. Die 3. Frauen unterlagen den zweiplatzierten Roten Sternen mit 0:3.
Die Jugend hatte ebenfalls gute Ergebnisse vorzuweisen. Schon am Samstag siegte die A-Jugend klar mit 6:1 gegen Frohnau und setzt sich damit endgültig im gesicherten Mittelfeld fest. Die C-Mädchen gewannen ein Testspiel gegen Köpenick mit 6:1. Einen nicht unbedingt eingeplanten Auswärtssieg brachte die C1 vom BAK mit, wo man mit 3:2 die Oberhand behielt. Die C2 unterlag an selber Stelle klar. Die B1 unterlag Spitzenreiter Borsigwalde und muss am Dienstag im Pokal gegen Staaken ran.
Bleiben noch die Oldies, wo die Ü60 nicht so ganz in Schwung kommt. Die Zweite hatte zwei Spiele in drei Tagen und verlor gegen Spitzenreiter Hertha und etwas übermotivierte Spieler von Rotation. Die Erste unterlag im Pokalhit bei Köpenick Oberspree mit 1:4, wobei das Spiel bis fünf Minuten vor dem Ende völlig offen war. Schade, aber nun kann man sich auf die Meisterschaft konzentrieren und dort versuchen, eine möglichst gute Platzierung zu erreichen. Die Ü50 machte mit einem Kantersieg gegen Pankow Boden gut. Unter den sechs Torschützen war auch Keeper Luis, der mit einem Abstoß ins gegnerische Tor den Reigen eröffnete. Ein Revival gab es bei der Ü40. Wie einst in Babelsberg schossen Andreas Fricke und Georg Froese die Mannen vom 1. FC Union ab, dieses Mal mit je zwei Treffern. Das Motto vom 19.11.2005 aus dem Karl-Liebknecht-Stadion (U. N. V. 3:2) kann von Inters Ü40 getrost in U. N. V. 5:2 umgewandelt werden. Noch wichtiger war der Sprung auf Rang 6.
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