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Defektes Netz verhindert Tor

An diesem Wochenende war alles dabei, von Sieg über Niederlage bis zu Remis. Die 1. Herren mussten ohne ihre beiden gesperrten Goalgetter antreten. Der Berliner SC II kam auf holprigem Rasen besser ins Spiel, doch nach 20 Minuten war Inter besser. Als es einen umstrittenen Handelfmeter für Inter gab, passierte Kurioses. Nicholas schoss platziert ins linke Eck, der groß gewachsene Keeper hatte die Hand noch dran, aber der Schuss war zu hart. Doch was machte der Schiedsrichter? Er gab Eckstoß! Was war passiert? Im Netz war ein Loch, was auch niemand abstritt. Der Linienrichter stand in der anderen Ecke, der Schiri selbst sah den Ball nicht im Netz, auch nicht durchs Netz. Der Eckball brachte nichts ein, mit 0:0 wurden die Seiten gewechselt, und es lag ein Hauch von Thomas Hellmers Phantomtor über dem Hubertussportplatz, nur umgekehrt. Es ist schon unterhaltsam, was den Zuschauern Woche für Woche von den meist sehr jungen Unparteiischen angeboten wird. Wobei der Unparteiische danach keine Mühe mehr hatte. 

 

Nach dem Wechsel war Inter dann klar besser. Der BSC machte nach vorne gar nichts mehr. Als Milan an seinem Gegenspieler vorbeilief, unterschätzte der das Tempo des Inter-Akteurs und legte diesen. Da er letzter Mann war, gab es nur eine folgerichtige Entscheidung, nämlich rot, was auch nicht groß diskutiert wurde. Den anschließenden Freistoß setzte Matteo wunderschön über die Mauer ins Netz. Der Bann war gebrochen. Ein weiterer Elfmeter brachte die Entscheidung. Milan wollte auf Nicholas spielen, der wurde festgehalten, Trikot zerrissen, Foul rausgeholt. Nico setzte den Ball sicher in die Maschen. Matteo hatte noch Lust, lud seinen Gegenspieler zum Tänzchen ein und vollstreckte zum 3:0. Der BSC sah noch gelb-rot, dann war die Partie gelaufen. Am nächsten Samstag kommt Empor II.

 

Die Zweite bot den Zuschauern ein unterhaltsames Spiel. In der ersten Hälfte war man klar besser. Yasin traf schon nach einer Minute, doch Mahlsdorf glich gleich darauf aus. Joschi stellte mit dem 2:1 den alten Abstand wieder her, doch Inter versäumte es, weitere Treffer zu erzielen. Mahlsdorf kam oft einen Schritt zu spät und konnte sich bei der 18-jährigen Schiedsrichterin bedanken, dass man mit 11 Leuten in die Kabine durfte. Die Auslegung der gelben Karten war oft diskussionswürdig. Nach dem Wechsel glitt das Spiel kurzfristig aus dem Ruder zu laufen, jede Menge Fouls und Nickligkeiten waren zu sehen. Mahlsdorf nutzte die Hektik und erzielte wie aus dem Nichts zwei Tore. Vor dem 2:3 hatte Inter die Riesenchance, selbst in Führung zu gehen. Doch trotz der vielen Tore war die Chancenverwertung an diesem Tag optimierbar. Das Spiel beruhigte sich wieder. Jasper war es vorbehalten, das 3:3 zu machen, wobei sich sein Gegenspieler im Zweikampf schön verschätzte, der Inter-Stürmer dann cool blieb. Inter hatte noch gute Möglichkeiten, einmal klärte der Torhüter gegen Jannis stark, einmal klärte Inter selbst einen Ball, der schon so gut wie drin war. So musste man sich am Ende mit einem Punkt zufriedengeben, wobei eigentlich mehr drin war. Immerhin flog nicht noch einer der beiden Weitschüsse von Mahlsdorf aus Versehen ins Tor, sondern weit vorbei. Mühsam nährt sich das Eichhörnchen. Nächsten Sonntag geht es zu Schlusslicht Union 06. 

 

Die Dritte ist ein wenig von der Rolle und verlor erneut, dieses Mal gegen Charlottenburg-Wilmersdorf. Wie sagt ein Spieler: Viel zu viel Aufwand für viel zu wenig Ertrag. 17 Gegentore in drei Spielen sind am Ende vielleicht auch ein bisschen zu viel. Das Tor machte Leo. Die Vierte holte bei Blau-Weiss 90 ein 1:1, den Treffer markierte Leander. 

 

Die 1. Frauen brachten aus Neukölln einen Punkt mit zurück, lagen allerdings zur Halbzeit zurück. Lena besorgte dann noch den Ausgleich, was Platz 2 bedeutet, wobei die nachfolgenden Teams noch Nachholspiele haben. Einen tollen Nachmittag erlebten die 2. Frauen, die gegen die Zweitvertretung von Hohen Neuendorf mit sage und schreibe 8:1 gewannen. Anne und Louisa mit einem unechten Hattrick brachten Inter schon zur Halbzeit mit 4:1 in Führung. Nach dem Wechsel waren unsere Spielerinnen aber längst noch nicht fertig. Nadine, ein Eigentor und noch zweimal Louisa machten das deutliche Ergebnis perfekt. Damit springt das Team auf Rang 10 und verschafft ich ein wenig Luft. Nächste Woche geht es zu den Tabellennachbarinnen vom SCC. 

 

Die A-Jugend unterlag in Frohnau und muss ein bisschen aufpassen, nicht unten reinzugeraten. Die B-Jugend verlor gegen Spitzenreiter Borsigwalde klar mit 2:7. Sehr unglücklich verlor die C1 gegen das Spitzenteam vom BAK. Kurz vor Schluss glich Inter zum 1:1 aus, die Freude war so groß, dass man danach nicht konzentriert war und gleich wieder in Rückstand geriet. In der Nachspielzeit gab es noch das unerhebliche 1:3. „Typisch Jugendfußball“, so der Kommentar von Trainer Micky Kürten.

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Veröffentlichung

So, 02. November 2025

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