Derbysieg bei Friedenau
Die 1. Herren ziehen weiter ihre Bahnen, dieses Mal ging Friedenau im eigenen Stadion mit 1:6 unter. Inter war in allen Belangen besser, traf vor dem ersten Treffer bereits zweimal den Pfosten, während die hoch gehandelten Gastgeber auf ganzer Linie enttäuschten und vor dem Wechsel keine einzige Torchance hatten. Inter hatte die klar bessere Spielanlage und Taktik, war über 90 Minuten das stärkere Team. Zu allem Überfluss reduzierte sich der Gegner durch eine Unbeherrschtheit, wofür es vom guten Schiedsrichter gelb-rot gab. Da hatten Luis, nach Kopfballverlängerung von Akiyasu und Max auf Vorarbeit von Gio unsere Jungs schon auf die Siegerstraße gebracht.
Nach dem Wechsel ließ Inter den Gegner kommen, der nicht immer sichere Torhüter der Friedenauer schoss Santi an, der den Fuß hinhielt, von dem das Leder zur endgültigen Entscheidung über die Linie rollte. Friedenau kam durch einen schönen Angriff über die rechte Seite zum Ehrentreffer, danach zog Inter wieder an. Als Santi sich gegen seinen Gegenspieler durchsetzte, traf ihn dieser unabsichtlich an der Wade. Es gab Elfmeter, aber der Inter-Stürmer musste humpelnd vom Platz. Gute Besserung von dieser Stelle. Den fälligen Strafstoß verwandelte Gaston sicher. Kurz darauf blockte der eingewechselte Niklas Ball und Abwehrspieler, so dass Gaston einschieben konnte. Schließlich gab es den wohl besten Angriff des Spiels, da leitete Max den Ball wunderbar direkt zu Nikita, dem der Schlusspunkt vorbehalten war. Der Sieg geht auch in dieser Höhe in Ordnung, denn Inter war auch im dritten Saisonspiel die klar dominierende Mannschaft. Und das, obwohl mit Kike, Milan und Franz drei wichtige Spieler im Urlaub waren. Nächsten Samstag um 14 Uhr kommt Preussen II, das sein Spiel gegen Neukölln gewann. Schwer zu sagen, was für eine Mannschaft da auf uns zukommt. Im Pokal empfängt man übrigens Frohnau, die ebenfalls sehr gut in die Liga gekommen sind – eine Staffel höher. Ein anspruchsvolles Los, aber natürlich hätte es noch deutlich dickere Brocken gegeben. Komischerweise zieht Inter nie einen Regionalligisten.
Die Zweite machte gegen den Meisterschaftsaspiranten aus Marienfelde ein starkes Spiel, wurde am Ende aber nicht belohnt. Bereits nach vier Minuten lief Jannis alleine auf den Torhüter zu, wurde aber zurück gewunken – Kategorie zweifelhaft. Marienfelde hatte ebenfalls zwei gute Chancen, verpasste einmal knapp eine scharfe Hereingabe, bei der zweiten konnte Konstantin im Tor sich auszeichnen, als er ein Geschoss um den Pfosten lenkte. Die dickste Chance hatte Miguel, der nur die Latte traf, den Nachschuss des starken Jannis konnten die Gäste mit sehr viel Glück Zentimeter neben das Tor klären. Inter ließ die Bezirksnachbarn nicht zur Entfaltung kommen, stand eng an den Leuten, unterband sehr viele Angriffe. Nach dem Wechsel wollten die Gäste das ändern, aber wieder hatte Inter die besseren Chancen. Jannic köpfte eine Ecke knapp über den Balken, Jannis umkurvte den Torhüter, sein Abschluss wurde auf der Linie geklärt, Noah scheiterte, hätte in der Szene aber einen Elfmeter bekommen müssen. So kam, was in solchen Fällen kommt. Ein völlig verunglückter Abschluss der Marienfelder fiel zufällig einem Stürmer vor die Füße, der schob aus abseitsverdächtiger Position zum höchst schmeichelhaften Siegtreffer ein. Inter wechselte noch mehrfach aus, aber der Rhythmus war ein bisschen weg, die Gäste machten dicht. Mit dem Schlusspfiff fiel dann noch das 0:2, aber das war dann auch egal. Sehr schade, denn die Jungs von Trainer Yannick hätten sich wenigstens einen Punkt verdient. Im Pokal muss man zu Lichtenberg 47, keine leichte Aufgabe. Aber erst einmal steigt am Mittwoch um 19.30 Uhr das Nachholspiel gegen Wannsee auf dem Ella.
Die 3. Herren sagten sich, die Erste können wir doch toppen. Also gewann man gleich 7:1 gegen Südwest II. In der ersten Hälfte tat man sich etwas schwerer, haderte mit Schiri und Chancenverwertung. Dennoch führte man durch zwei Treffer von Marten mit 2:1. Nach der Pause lief es dann wie am Schnürchen. Schon in der 47. brachte ein Tor von Philipp die Vorentscheidung, dann traf Pascal, ehe Even per Hattrick das 7:1 klarmachte. Wer solche Stürmer zur Verfügung hat, muss sich nicht sorgen, wenn der Kapitän und Goalgetter nicht da ist. Im Pokal spielt man auswärts gegen die Dritte von Gegner Südwest, also quasi um die Ecke. Am nächsten Wochenende geht es zu Eintracht Südring, wo immer das Spiel stattfinden wird, vermutlich in der Lobeckstraße, denn an der Gneisenaustraße ist der Platz noch immer nicht fertig. Ein Meisterstück Berliner Sportinfrastruktur-Planung!!! Die Vierte holte ein 0:0 gegen Tur Abdin, das vor noch nicht allzu langer Zeit in der Landesliga spielte. So ändern sich die Zeiten im Berliner Fußball. Die Fünfte verlor deutlich mit 1:4 gegen Süden 09.
Die 1. Frauen kamen aus Marzahn mit einem Kantersieg von 9:0 zurück. Die Torschützinnen werden nachgeliefert. Nichts zu holen gab es für die 2. Frauen gegen Wittenau, das Spiel endete 0:5. Leider verletzte sich Torhüterin Leonie schon früh und musste zur Halbzeit raus. Gute Besserung. Auch sonst fehlten ein paar Kräfte, aber nach und nach wird der Kader sicher wieder anwachsen, vielleicht schon im nächsten Spiel gegen Viktoria Mitte II. Die 3. Frauen unterlagen Chemie Adlershof mit 1:2.
Erfreulich war die Bilanz der Jugend im Pokal. Bis auf die B-Mädchen, die in Hohen Neuendorf verloren, kamen alle eine Runde weiter. Knapp war es auch für die A1, ebenfalls in Hohen Neuendorf. Doch am Ende setzte man sich knapp im Elfmeterschießen durch. Glück gehabt.
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