INTER-Kultur-CUP bezieht Position gegen Antisemitismus

04. 07. 2022

Was für ein großartiger 12. INTER-Kultur-CUP! Bei bestem Wetter und in sehr sportlicher Atmosphäre gewann dieses Mal das Team IB Marienfelde aus der Gemeinschaftsunterkunft Internationaler Bund. Im Finale in der gut besuchten Schönberger Inter-Arena unterlagen die Meister:innen der Herzen vom BWB-Unified-Team sehr unglücklich. Aber Pfosten ist nicht drin und auch die anderen Chancen führten nicht zum Erfolg. Doch um die Plätze ging es sowieso nicht.

Mit dem INTER-Kultur-CUP versucht der FC Internationale Berlin seit vielen Jahren, einen Ausschnitt der vielfältigen Stadtgesellschaft aufzuzeigen. In diesem Jahr fand das Turnier gemeinsam mit dem Bündnis gegen Antisemitismus statt. Die den erkrankten Bürgermeister vertretende Stadträtin  Angelika Schöttler sowie Sigmund Königstein von der Jüdischen Gemeinde wiesen auf die Bedeutung des Sports im Kampf gegen Antisemitismus hin. Natürlich erhielt „Sigi“ ein INTER-Sondertrikot, auf dem die Vielfalt Berlins dargestellt wird.

In der anschließenden Podiumsdiskussion, moderiert von Ronny Blaschke, dankte Keren Vogler, Präsidiumsmitglied Jugend von Makkabi Deutschland, dem FC Internationale für die Initiative und hofft auf Nachahmer. Der Verein war dem Schöneberger Bündnis gegen Antisemitismus vor einigen Monaten nach einstimmigem Vorstandsbeschluss beigetreten. Seit fast 30 Jahren spielt man mit dem Slogan NO RACISM auf der Brust, so war es für die Verantwortlichen des Vereins selbstverständlich ein klares Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen. Der Vorsitzende Gerd Thomas wies darauf hin, dass man bei INTER versuche, alle Menschen respektvoll zu behandeln und die unglaubliche Vielfalt Berlins auch praktisch abzubilden. Auch beim FC Internationale mit seinen 1.300 Mitgliedern liefe nicht immer alles reibungslos. Wichtig sei aber eine klare Haltung sowie Verfehlungen und Konflikte so aufzuarbeiten, dass auch Lernprozesse entstehen können.

 

Die Teilnehmenden hatten sichtlich Spaß und gingen allesamt hochzufrieden und mit Pokalen dekoriert nach Hause. Am Start waren diese Teams:

 

  • Integreater, ein Projekt, das jungen Menschen mit Einwanderungshintergrund unterstützt und motiviert, ihr Abitur zu absolvieren und ein Studium zu beginnen

 

  • Sonne, Mond und Sterni - der Rekordsieger - ein Team aus jungen Männern und Frauen aus dem Schöneberger Kiez

 

  • Inter 7: Dahinter verbirgt sich die Altliga Kleinfeld-Ü40 des FC Internationale, in diesem Jahr erfolgreich in die Landesliga aufgestiegen

 

  • Team Bass: Ein bunt zusammengewürfeltes Team aus Fußballern des Inter-Umfelds und darüber hinaus

 

  • BWB/INTER Unified: In Kooperation mit den Berliner Werkstätten für Menschen mit Behinderung baut der FC Internationale gerade ein Team auf, in dem Menschen mit und ohne Handicap und verschiedenen Geschlechtern spielen

 

  •  IB Marienfelde: Die Mannschaft besteht aus jungen Geflüchteten und ist aus einem Engagement-Projekt „work for you“ hervorgegangen, das der FC Internationale gemeinsam mit dem Bildungsträger RheinFlanke durchgeführt hat

 

  • Inter Mix: Frauen, Männer, Schiris, Offizielle, Fans… - alles, was der FC Internationale in seiner ganzen Vielfalt so zu bieten hat. Sprang kurzfristig für die leider verhinderten Jungs vom Team Hangar 1 ein

 

  • Film Moabit: Ein Team rund um den Schauspieler Uwe Preuss, das gerade an einer Serie um einen jungen Fußballer beteiligt ist

 

  • taz Panter ist das Betriebsteam der überregionalen Tageszeitung taz und bejubelte im Spiel um Platz 9 den ersten Sieg bei der dritten Turnierteilnahme (inkl. Bericht in der Zeitung)

 

  • Die Urban Allstars sind ein klassisches Kreuzberger Kneipenteam mit lustigem und stets positiv gestimmtem Anhang, weit sichtbar durch die große Fahne des Anhangs

 

Organisiert wurden das Turnier und das Rahmenprogramm Bündnis gegen Antisemitismus und vom besten Schiedsrichterobmann der Welt, Ibo Yilmaz. Der Dank geht an die großartigen Schiris, die Catering-Crew, das wunderbare jüdische Puppentheater mit seiner Hauptfigur Shlomo Bubales, die Spielleitung und alle helfenden Hände. Nächstes Jahr geht es mit uns weiter, mal sehen unter welchem Motto. Bis dahin: „Never change a winning team!“ Ihr seid Spitze!

Ebenfalls vielen Dank an die Podiumsrunde zum Thema Antisemitismus im Fußball, moderiert von Ronny Blaschke, u. a. mit Keren Vogler vom Makkabi Deutschland e.V. Und an das wunderbare jüdische Puppentheater mit seiner Hauptfigur Shlomo Bubales.

 

Bild zur Meldung: Die stellvertretende Bürgermeisterin und der Vereinsvorsitzende präsentieren zusammen mit dem „Bündnis gegen Antisemitismus Tempelhof-Schöneberg“ das von den Teams entrollte Banner