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Erster Inter-Nachhaltigkeitstag war ein voller Erfolg

25. 09. 2021

Vor fünf Monaten wurde der FC Internationale Berlin vom TÜV Rheinland geprüft und erhielt das ZNU-Nachhaltigkeitszertifikat – als erster deutscher Amateurverein. Eine Anforderung: Die Durchführung eines öffentlichen Nachhaltigkeitstages. Genau dieser fand am 24.09. in der so genannten Inter-Arena am Südkreuz statt. Mehr als 150 Gäste aus Verein und von außen kamen, um sich anzusehen, was der Verein in Sachen Nachhaltigkeit zu bieten hat.

Im Vorfeld hatte die AG Nachhaltigkeit des Vereins einiges auf die Beine gestellt, um sich seinen Mitgliedern und Gästen möglichst gut zu präsentieren. Vor allem hatte man auch Partner eingeladen, die sich präsentieren konnten. So war natürlich das Programm „Sport handelt fair“ vor Ort, über das der Verein von der Firma Bad Boyz Ballfabrik bereits 800 fair gehandelte Bälle im speziellen Weltkugel-Design bestellt hatte. Special Olympics war da, die regionale Wirtschaftsförderung aus dem Schöneberger Rathaus knüpfte ebenfalls viele neue Kontakte, ein Vertreter von „Trikot für die Welt“ zeigte sich begeistert über den „Spirit des Vereins“, und dann gab es ja auch noch den ersten Inter-Sportkleidungstausch. Diesen hatte eine Spielerin des Frauenteams konzipiert und umgesetzt, nebenbei darüber noch eine Diplomarbeit geschrieben. Das alles beeindruckte die grüne Landtagsabgeordnete Catherine Pieroth außerordentlich.

Nachhaltigkeitsbeauftragter Oliver Brendle erläuterte interessierten Zuhörern den Entstehungsprozess und den nicht immer leichten Weg bis zur Zertifizierung. Besonders freute er sich über das Video-Grußwort von Alexander Wehrle, Geschäftsführer des 1. FC Köln, der als erster Profiverein zertifiziert wurde, noch ein paar Wochen vor dem FC Internationale. Der Vereinsvorsitzende Gerd Thomas dankte allen Mitstreiter:innen für die geleistete Arbeit und konnte gleich noch drei neue Kooperationen verkünden. So ist der Verein der Charta der Vielfalt beigetreten, kooperiert mit mehreren Schulen im Bezirk und hatte sich einen Tag vorher dem bezirklichen Bündnis gegen Antisemitismus angeschlossen. Und weil es gerade so gut passte, vereinbarte man eine Partnerschaft mit „Trikot für die Welt“, deren Vertreter ein NO-RACISM-Sondertrikot überreicht wurde.

Bei regional abgefüllter Apfelschorle, in Berlin gebrautem Bier und jeder Menge vegetarischer und veganer Köstlichkeiten wurde der Abend beschlossen. Das Wetter spielte mit, und so ging es tatsächlich bis Mitternacht – selbstverständlich nach kontrollierten Coronabestimmungen. Diese machten die Planung des Events nicht ganz leicht, daher hat man für das nächste Frühjahr auch einen größeren Aufschlag geplant. Dann soll in Zusammenarbeit mit Studiengang Nachhaltigkeit der Fachhochschule für Wirtschaft und Recht, ansässig in Schöneberg, ein richtig großer Aufschlag probiert werden.

Denn der Verein und die Mitglieder meinen es nicht nur am Tag des Klimastreiks ernst. So konnte man vor Wochenfrist den ersten Kunstrasen aus 100 % Recyclingmaterial einweihen. Zwar nur bei einem weiteren Partner, nämlich beim Übergangswohnheit Marienfelde. Hier wurde zusammen mit dem langjährigen Partner RheinFlanke und der Abteilung „Fußball Grenzenlos“ des Berliner Fußball-Verbands ein Soccer-Court (gestellt vom BFV) eingeweiht. Den Kunstrasen spendete die Firma Fieldturf. Er zeigt, dass Nachhaltigkeit auch bei der Planung von Sportanlagen kein Fremdwort sein muss. Die Berliner Ämter schreiben sich das Thema zwar gern auf die Fahnen, bei der Umsetzung hapert es aber oftmals. Aber das wird sich sicher bald ändern, denn in der maßgeblich vom FC Internationale mit initiierten AG Zukunft des Berliner Fußball-Verbands wurden unter anderem nachhaltigere Sportanlagen für die Zukunft gefordert.

Im Frühjahr wird sicher noch einiges an Aktivitäten hinzu gekommen sein. Aber auch wenn nicht alles in der gewünschten Geschwindigkeit umgesetzt werden kann, wichtig ist, dass der Verein sich auf den Weg begibt und sein Umfeld animiert, sich stärker dem Thema Nachhaltigkeit zu widmen. Das gilt für Sportartikelhersteller ebenso wie für die Behörden bzw. die Politik und nicht zuletzt auch für die Sportverbände. Karlos El-Khatib, Leiter Gesellschaftliche Verantwortung beim Berliner Fußball-Verband, war auf jeden Fall zufrieden mit dem Event und wird sich auch beim BFV bemühen, das Thema Nachhaltigkeit zu fördern. Der FC Internationale will seinen Weg weitergehen, Fußball und gesellschaftliches Engagement noch mehr verbinden und damit ein deutliches Zeichen setzen. Das tat der Vorsitzende dann auch, indem er ein neues Trikot vorstellte. Der übliche Aufdruck NO RACISM war darauf groß und deutlich in Regenbogenfarben zu sehen.

Internationale Solidarität.

 

 

Bild zur Meldung: Michael (Sport handelt fair), Lina (Sports for Future), Catherina Pieroth (Abgeordnetenhaus Grüne), Leo Vassilou-Enz (Trainer B1), Felix (Trikot für die Welt)

No racism

 

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