Es hapert mit dem Toreschießen

13. 09. 2021

Eine ganz bittere Niederlage erlitten die 1. Herren beim Nachbarn Schöneberg. Schon nach vier Minuten gab es zwei große Gelegenheiten. Janniks Kopfball flog nur Zentimeter am Pfosten vorbei. Noch knapper war es bei Morenos starkem Freistoß, der von der Unterkante der Latte an die Wade des Keepers sprang, von da aber nicht ins Tor, sondern nur zur Ecke. Inter dominierte das Spiel klar, war aber wieder einmal nicht zwingend genug. Nach einer halben Stunde kamen auch die Gastgeber ins Spiel und zu einer guten Chance, aber der schwer zu nehmende Ball flog deutlich über Fabis Gehäuse. Vor der Halbzeit hatte Inter wieder eine gute Gelegenheit, doch der Ball wurde vertendelt.

Nach dem Wechsel war es zunächst ein Spiel auf Augenhöhe, besonders im Zentrum kam Inter unter Druck. Nach einer Verkettung von Fehlern fiel dann auch tatsächlich das 1:0. Trainer Mario stellte nun um, beorderte Miguel ins Zentrum, doch Inter tat sich schwer. Schöneberg hatte erneut eine gute Chance, die jedoch am Außennetz endete. Erst in der Schlussviertelstunde gab es für Inter wieder einige Möglichkeiten, auch weil der Nachbar wegen einer Undiszipliniertheit die letzte Viertelstunde in Unterzahl spielen musste. Zweimal rettete Schöneberg auf der Linie. Der sehr gute Schiedsrichter drückte zudem bei einem klaren Foul im Strafraum gegen Okocha beide Augen zu, verlor scheinbar auch bei den Auswechslungen ein wenig den Überblick, denn dort tauchten im Spielbericht falsche Namen auf. Zum Schluss war sogar Fabian mit im Strafraum der Gastgeber. Doch der Ball wollte nicht rein. Ob das Ergebnis nun gerecht war oder nicht, spielt keine Rolle. Fakt ist, dass Inter zum wiederholten Male das Spiel dominierte, aber nicht in der Lage ist, daraus Kapital zu schlagen. Und so findet man sich im unteren Tabellendrittel wieder. Die nächsten Wochen werden nicht leicht, denn mit Lichtenrade und Stern Britz geht es gegen ambitionierte Teams. Es muss auf jeden Fall ein Ruck durch die Mannschaft gehen, will man in den nächsten Wochen bestehen.

 

Auch bei den Frauen läuft es nicht wie gewünscht. Nach nur einem Punkt aus vier Spielen findet sich das Team von Roman Kassernick auf dem vorletzten Platz wieder. Dabei wollte man doch oben mitspielen. Schon nach einer halben Stunde stand das Endergebnis von 0:2 fest. Inter mühte sich in der zweiten Hälfte redlich, aber ähnlich wie bei den Männern, findet der Ball den Weg nicht ins Tor. Am nächsten Sonntag soll gegen Viktoria Mitte der Knoten platzen, um 12.30 Uhr ist an der Monumentenstraße Anpfiff. Noch ärger erwischte es die 2. Frauen, die gegen Spitzenreiterin Viktoria mit 7:2 unter die Räder kamen. Immerhin schaffte es Elena, den Ball zweimal über die Linie der Gegnerinnen zu bringen.

Doch es gab auch Siege bei den Erwachsenen. Die 2. Herren mussten weit reisen, aber immerhin brachte man die Punkte mit zurück nach Schöneberg. Die erste Hälfte plätscherte ein wenig vor sich hin. Der Live-Ticker schrieb: „Kann ein Spiel ohne Höhepunkte überhaupt verflachen? Fühlt sich jedenfalls so an.“ Doch im zweiten Abschnitt sollte es besser werden. Navid brachte Inter in der 55. Minute in Führung, weitere Chancen blieben folgenlos. Als ein Marzahner im Strafraum foulte, stellte Milos per Elfmeter auf 2:0, wobei es auch blieb. Marzahn erzielte lediglich ein Abseitstor, Inter ist damit in der Tabelle oben dabei, aber die dicken Brocken folgen noch. Einer davon kommt am Sonntag um 14.30 Uhr. Nach dem Spiel gegen Union 06 kann man eine ungefähre Standortbestimmung vornehmen. Noch weiter ging es für die Dritte, die aus Mahlsdorf wenigstens einen Punkt mitbrachten. Und auch die Vierte spielte 3:3, nicht weit entfernt bei Nordost. Die 3. Frauen verloren bei Medizin Friedrichshain mit 0:3. Ein Schützenfest feierten die Senioren beim 9:0 gegen Mariendorf. Trainer Olli Bass konnte sich u. a. über vier Tore von Ahmet freuen. Da ließ sich die Ü40 nicht lange bitten und gewann gegen den Franziskaner THC mit 8:0.

 

Besser lief es in der Jugend, auch wenn die A1 bei Stern mit 0:2 unterlag. Aber der Trend zeigt nach oben. Die Spielerdecke wird dicker, zudem hatte man zum Auftakt vier wirklich dicke Brocken. In der nächsten Woche gegen Köpenick will man die ersten Punkte einfahren. Die B-Jugend steht nach dem 5:2 gegen den Nachbarn Friedenau ganz oben. Zur Halbzeit stand es nur 1:0, doch gleich nach dem Wechsel zog Inter auf 3:0 davon. Dann kehrte der Schlendrian ein. Lasches Abwehrverhalten und eine gewisse Sorglosigkeit ließen die keineswegs schlechten Gäste auf 3:2 herankommen. Ein kurioser Kopf-Brust-Schulter-Treffer brachte die Entscheidung, das 5:2 machte dann endgültig alles klar. Am Samstag geht es zum Aufstiegsfavoriten BAK, der ebenfalls fünf Spiele gewonnen hat. Sicher ein anderes Kaliber. Freude macht auch die C1, die nach vier Siegen und einem Remis an der Tabellenspitze steht. Beim BFC Preussen gab es ein klares 3:0. Vor der Saison war kaum einzuschätzen, wie man in der Liga bestehen könnte, nun stehen 13 Punkte auf dem Konto, die der Elf von Andreas und Kemal niemand mehr nimmt. Gleichwohl kommen noch ein paar ganz schwere Gegner. Aber mit dem nötigen Selbstbewusstsein muss man davor nicht bange sein.

Die D2 steht mit drei Siegen und 33:5 Toren an der Spitze. Gegen Pfeffersport gab es ein 4:1, die Saison lässt sich gut an. Die E1 konnte ihren ersten Sieg einfahren, und das gleich mit 9:1 gegen Berolina Stralau. Die B-Mädchen hatten viel Pech. Beim Stand von 2:2 waren sie das bessere Team, doch ein Befreiungsschlag von Hohen Neuendorf senkte sich ins Inter-Tor und machte die 2:3-Niederlage perfekt. Die C- und die E-Mädchen hatten gegen Bero Mitte keine Chance, doch die D-Mädchen gewannen gegen die Mädchen aus dem Scheunenviertel mit 5:1.

 

Bild zur Meldung: Jascha gewinnt das Kopfballduell gegen Ex-Inter-Spieler Hani