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Landesliga-Spitzenspiel torlos - Senioren putzen die Hertha-Stars

03. 04. 2022

Ein 0:0 der besseren Sorte sahen die rund 100 Zuschauer im Spitzenspiel der Landesliga gegen die Gäste von Stern Britz. Vorweg: Der Schlechteste auf dem Platz war der Platz selber. Leider wurde die Pumpe zum wiederholten Male nicht repariert, der Kunstrasen – oder wie immer man diesen Untergrund nennen will – war knochentrocken. Das Beste am Spiel war, dass dieses Mal kein Rettungswagen kommen musste, weil sich niemand die Bänder riss oder den Fuß brach, so wie es in den letzten Monaten Woche um Woche der Fall war – und zwar von den Oldies über die Frauen und Herren bis hin zur Jugend. Es ist eine Schande, was in den letzten vier Jahren auf den Schöneberger Sportanlagen alles nicht geklappt hat. Die nächste Pointe: Für den neuen Platz an der Ella-Barowsky-Straße (vormals Tempelhofer Weg) gibt es immer noch kein Kabinenkonzept. Unter dem früheren Stadtrat wurde so geplant, als würde man eine neue Wohnung ohne Bad und Küche bauen. Man fragt sich, warum es so viele Gesprächstermine gegeben hat, wenn am Ende doch nur Murks rauskommt. Wir sind gespannt, wie sich dieser Schildbürgerstreich weiter entwickeln wird. Immerhin gibt es einen Hoffnungsschimmer: Der neue Stadtrat für Sport ist aktiver Sportler und seit Jahren auch im Sportverband tätig.

 

Doch zurück zum Spiel. Das Spiel litt unter dem stumpfen Boden und nahm nicht richtig Tempo auf. Dennoch hatte Leonard nach zehn Minuten eine gute Schusschance, doch der Ball ging vorbei. Die Britzer hingegen scheiterten ihrerseits, als der agile Siebener den Ball zwar an Fabian vorbeilegte, dann aber Jascha mit einer spektakulären Rettungstat das Leder an die Oberkante der Latte setzte, die nachfolgende Ecke blieb folgenlos. Bei einer Flanke verlor der ansonsten tadellose Britzer Torhüter den Ball in der Luft, fiel auf Milan, was der sehr gute Schiedsrichter als Foul wertete – für Britz. Eine mindestens diskussionswürdige Entscheidung, denn es hatte in der Luft keinen Körperkontakt gegeben. Die Neuköllner hatten eine weitere hochkarätige Chance, doch ihr Torjäger traf freistehend den Ball nicht richtig. Weitgehend neutralisierten sich die Teams, es ging torlos in die Kabinen.

 

Im zweiten Abschnitt passierte nicht mehr so viel. Beide Innenverteidigungen inklusive der Torhüter waren sehr aufmerksam, die gefürchteten Torjäger Heye und Heikenfeld kamen nicht zum Zug. Bis zu dem Moment, als ein Ball zu Leo durchrutschte, der den Keeper überlupfen wollte, dieser aber zu dicht vor ihm stand. Da der Winkel sehr spitz und die Ecke gut zugestellt war, hätte es schon etwas Glück gebraucht, den Ball reinzumachen. Beide Seiten hatten noch aussichtsreiche Freistoßchancen, doch auch daraus wurde nichts. So blieb es am Ende beim gerechten 0:0, mit dem beide Teams leben konnten. Der Lucky Punch blieb aus, das Highlight der zweiten Hälfte war die rote Karte für die Britzer Betreuerin. Auf diesem Wege noch gute Besserung an den verletzten Britzer Spieler, der im Zweikampf unglücklich getroffen wurde. Inter muss am nächsten Sonntag zu GW Neukölln, Britz muss nach Heinersdorf. Sieger des Spieltags war durch das Remis der Lichtenrader BC, der in Unterzahl bei den Nachbarn vom 1. FC Schöneberg gewann und nun schon sieben Punkte Vorsprung hat. Dennoch: Die 1. Herren des FC Internationale sind nun seit einem halben Jahr ungeschlagen, insgesamt in 14 aufeinanderfolgenden Partien. Und bereits zehnmal spielte man zu Null. Das ist doch was!

 

Während die Frauen spielfrei waren, ging es bei der Jugend um Punkte. Die A-Jugend verlor in dieser Woche gleich zweimal sehr unglücklich bei Dynamo und Empor. Die B-Jugend musste sich Preussen geschlagen geben, immerhin gewann die C1 gegen Wilmersdorf mit 2:0. Auch wenn das Spiel nicht schön war, Trainer Andreas Klemm nimmt die drei Punkte gern mit und hat nun 30 auf dem Konto. Die C2 holte gegen die Amateure ein 0:2 auf und machte in der letzten Minute tatsächlich noch den Siegtreffer zum 3:2. Die D-Jugend trennte sich in einem torreichen Spiel von Pankow mit 4:4. Die D2 gewann zweistellig mit 15:2 gegen die Nachbarn von Friedenau und bleibt damit auf Aufstiegskurs. Die E-Mädchen gewannen gegen Askania Cöpenick mit 4:0, die D-Mädchen besiegte ein dezimiertes Team von Viktoria Mitte mit 6:1. Den Vogel schossen die B-Mädchen ab, die bei den Spitzenreiterinnen von Berolina Mitte mit 2:1 gewannen. Inter führte durch Jill und Shadia bereits 2:0, ehe Bero in der Schlussminute den Anschlusstreffer besorgte.

 

Die Senioren toppten die ganze Sache noch, indem man das Starensemble von Hertha BSC auf deren Platz mit 2:1 besiegte. Auf dem Platz tummelten sich einige Ex-Profis, darunter Ede und Allagui bei Hertha, aber den vorentscheidenden Treffer zum 2:0 für Inter steuerte Sejad Salihovic bei, der auch sonst eine tadellose Leistung abrief und die Bälle im Mittelfeld kontrollierte. Eine Weltklasseleistung bescheinigte der gut gelaunte Trainer Oliver Bass seinem Torhüter Stefan Nicola. Inter hätte den Sack schon zuhaben können, denn Ahmed hatte seine Jungs schon früh in Führung gebracht. Als Hertha dann 10 Minuten vor dem Ende den Anschlusstreffer machte, wurde es noch mal eng, aber am Ende stand ein völlig verdienter Sieg, die erste Niederlage der Alten Dame und Platz 2 für Inter, da Konkurrent Stern 1900 mit 4:5 bei Neukölln unterlag. Grund genug, nach dem Spiel noch ein wenig zu feiern. Getoppt wurde das nur noch vom 19:2-Sieg der Ü40. Der Schiedsrichter kam mit dem Schreiben nicht mehr nach, so fehlen uns leider die Torschützen. Nicht mit Ruhm bekleckerten sich die 2. Herren, die gegen Grünau mit 1:5 untergingen. Irgendwie scheint die Luft raus zu sein, zudem muss Trainer Dirk Lüdtke ständig die Aufstellung variieren. Gut, dass es in der Hinrunde genug Punkte gab, so dass man mit dem Abstieg nichts mehr zu tun bekommen sollte. Besser machte es die Vierte, die mit 2:1 bei Blau-Weiß Buch gewann.

 

 

 

Bild zur Meldung: Viel Kampf, aber keine Tore im Landesliga-Spitzenspiel

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