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Hochzeits- und Geburtstagspräsent: Jannik köpft zum Duselsieg ein

06. 03. 2022

„Das gibt es doch gar nicht!“, so waren die Reaktionen der Zuschauer, als der Inter-Kapitän das einzige Tor des Tages erzielte. Zu stark und dominant war das mit Regionalliga- und ehemaligen höherklassig spielendeTennis Borussia II zuvor gewesen. Am Ende hatte Inter das Glück, dass in der Hinrunde, bei einigen Spielen wie bei Südwest, Britz oder Nordberliner fehlte. Wobei man sich natürlich jeden Punkt verdient.

Trainer Mario Jurcevic beklagte vor dem Spiel, dass man sich auf TeBe nicht einstellen könne, da man nie wisse, wer da kommt. So war es auch dieses Mal. Zwar hörte man von TeBe-Seite vor dem Spiel, man hätte endlich ein festes Team, auch wenn auf vielen Positionen die Qualität fehlen würde. Davon war dann auf dem katastrophal zu bespielenden Platz nichts zu sehen. Noch besser als der glückliche Sieg war allerdings die Tatsache, dass kein Krankenwagen kommen musste, wobei Moreno beim Aufwärmen schon umknickte und auch noch ausfiel. Es ist wirklich eine Schande, was den Vereinen in unserem Bezirk zugemutet wird, zudem volkswirtschaftlich eine Katastrophe. Hat eigentlich irgendwer in Verwaltung, Politik, Fußballverband oder Krankenkassen mal hochgerechnet, was die heruntergekommenen Berliner Sportanlagen das Gesundheitswesen jedes Jahr kosten?

Die Gäste waren auf dem stumpfen und völlig runtergekommenen Kunstrasen der Inter-Arena von Beginn an die bessere Elf. Schon früh holte Jannik sich die gelbe Karte ab. Der Ball sprang einfach anders ab als sonst, der sehr starke Mittelstürmer kam an den Ball und konnte nur per Textilvergehen aufgehalten werden. Dreimal tauchten TeBe-Spieler allein vor Stefan auf, doch jedes Mal siegte der Inter-Oldie, an diesem Tag der überragende Akteur auf dem Feld. Man merkte, dass beim Gegner Leute mit Regionalligaformat auf dem Platz standen. Gerade im Mittelfeld dominierten die Spieler und schlugen erstklassige Bälle in die Spitze. Aber mit Glück und einem überragenden Keeper hielt Inter die Null bis zur Halbzeit. Vor der Pause gab es sogar zwei sehr gute Chancen für die Blauen. Nach Leos schönem Heber jubelten schon alle, doch der Ball landete von der Außenkante der Latte auf statt im Netz. Dann schloss Okocha stark ab, aber auch TeBe hatte einen Meister seines Fachs zwischen den Pfosten, der den platziert geschossenen Ball unten aus der Ecke rauskratzte. Leonard hatte zuvor per Außenrist knapp verzogen. TeBe scheiterte mehrfach an der langsam griffigeren Inter-Abwehr. Das 0:0 zur Halbzeit war für die Gastgeber schmeichelhaft.

Nach dem Wechsel ging es munter weiter. Eine Riesenchance der Gäste landete am Außenpfosten, ein weiterer Angriff landete in Stefans Armen. Und dann gab es die letztlich entscheidende Szene. Toni brachte aus dem Halbfeld eine butterweiche Flanke zwischen Elfmeterpunkt und Fünfmeterraum, Jannik lief stark ein und erzielte nach langer Durststrecke endlich mal wieder einen Kopfballtreffer. Dieses Tor zeigte Wirkung. Inter kam jetzt zumindest auf Augenhöhe, auch wenn Stefan noch einmal glänzend eingreifen musste. Allerdings hatte der Linienrichter auch auf Abseits entschieden. Immer noch hatte TeBe vor allem durch die überragende Nummer 15 ein Übergewicht im Mittelfeld, doch die Inter-Defensive stand jetzt hervorragend, hatte zwar alle Hände voll zu tun, aber das erledigten die Jungs stark. Die Distanzschüsse von TeBe fanden allesamt den Ball ins Tor nicht, also hielt das Bollwerk. Gegen Ende ergaben sich sogar noch Räume für Inter. Leo scheiterte erneut knapp mit einem Lupfer. Als er auf Okocha querlegte, verstolperte dieser, wofür man durchaus wieder den miesen Platz verantwortlich machen konnte. Der gute Schiri zeigte noch eine Minute an, als die abgelaufen war, überließ er TeBe noch einen Freistoß. Dieser wurde mit Glück und Geschick abgewehrt, als der Ball nach vorne geknallt wurde, ertönten endlich der Schlusspfiff und danach ungläubiger Jubel.

Die Inter-Spieler und –Zuschauer konnten ihr Glück kaum fassen. Man hatte mit viel Dusel drei Punkte gegen den mit Abstand stärksten Gegner der ganzen Saison geholt. Diese TeBe-Mannschaft wird ganz sicher nicht absteigen und wahrscheinlich am Ende über Auf- und Abstieg entscheiden. Zumindest in dieser Zusammensetzung wird das Team noch viele Punkte holen. Inter hingegen hatte das Glück des Tüchtigen, leider aber zwei weitere Verletzte zu beklagen. Damit wächst das Lazarett von Woche zu Woche an. Hoffen wir, dass es Moreno und Toni nicht zu stark erwischt hat. Vielleicht war an diesem Tag auch nichts anderes als ein Sieg  denkbar, denn Franky hatte Geburtstag und Marcos hatte geheiratet. Und zu solchen Ereignissen braucht es eben Geschenke.

Es spielten: Stefan – Jascha, Mitch, Jannik, Toni, Pedro, Marcos, Leonard, Luca – Leo, Okocha – Einwechselspieler: Marcus, Hussein, Olaf

 

Bild zur Meldung: Hochzeits- und Geburtstagspräsent: Jannik köpft zum Duselsieg ein

No racism

 

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