Starker Abschiedsauftritt von Jannis und Santi

29. 08. 2021

Eine bessere Choreografie hätte sich auch in Hollywood niemand ausdenken können. Der FC Internationale schlägt Spandau 06 völlig verdient mit 3:0 und die Protagonisten des Spiels heißen Jannis, Santi und Okocha. Hier der Spielbericht:

Inter war wieder etwas besser besetzt, auch wenn mit Luca, Yalle, Milan, Fabi noch nicht alle wieder zu 100 % fit sind. Aber von Beginn an merkte man, dass die Blauen verinnerlicht hatten, nur über die Einstellung ins Spiel zu kommen. Es wurde früh gestört und „Hexe“ Olaf setzte mit einem fulminanten Lattenkracher gleich mal ein Zeichen. Leonard wurde geblockt, Santi brach in aussichtsreicher Position ab, weil er sich im Abseits wähnte, Inter hatte Übergewicht. Gleichwohl war Spandau individuell nicht schlecht, aber die mannschaftliche Geschlossenheit war eindeutig beim FC Internationale zu verspüren. Als Jannis einen Ball reinspielte, kamen die Stürmer ein wenig zu spät, aber sie brachten gleich einen zweiten Anlauf zustande. Die Flanke von Santi verwandelte Jannis schließlich mit einem spektakulären Hechtkopfball. So kann man sich schon mal für einige Monate nach Madrid-Getafe verabschieden. Das dachte sich wohl auch der eigentlich angeschlagene Santi, der zu Kentucky Wesleyan (nein, keine Whiskymarke, eine Universität) wechselt. Denn eine zweite Flanke nutzte er aufmerksam zum 2:0, bevor er zur Halbzeit ausgewechselt wurde.

Für ihn kam Okocha, der sein erstes Spiel auf deutschem Boden bestritt. Als der starke Miguel im Strafraum gefoult wurde, gab es Strafstoß. Okocha zeigte mutig an, er wolle schießen, und er bestätigte das Vertrauen seiner Mitspieler, indem er souverän verwandelte. Spandau war stark aus der Kabine gekommen, doch nun war der Widerstand in der 65. Minute gebrochen. Inter spielte sehr umsichtig, fing sich aber noch zwei unnötige Freistöße ein, die von den Gästen jedoch nicht genutzt wurden. Stattdessen erhielten diese nach einer Tätlichkeit noch eine rote Karte. Inter hätte noch das eine oder andere Tor mehr machen können, zumal Luca elfmeterreif gefoult wurde. Doch der hervorragende Schiedsrichter beriet sich mit seinem Assistenten und ließ Gnade vor Recht ergehen. Man muss hier einmal deutlich sagen: Er behielt immer die Ruhe, obwohl von Spandauer Seite permanent gemeckert und lamentiert wurde. So wünscht man sich einen Unparteiischen. Er beruhigte die Gemüter, nur einmal konnte auch er nicht anders, als rot zu zeigen. Klasse Leistung! So blieb es am Ende beim hoch verdienten 3:0 und zwei Abschieden und einem Einstand nach Maß. Tolle Leistung, mehr davon! Zehn Minuten vor dem Ende wurde Jannis unter lang anhaltenden Standing Ovations, die sicher genau so Santi galten, von seiner Mannschaft verabschiedet. Kommt bald wieder, Jungs, und vertretet unsere Werte in fernen Ländern. Ihr seid großartige Interisti!!! Danke bis hierher.

Zum Spiel der 2. Herren liefen die 1. Herren dann erst richtig zur Hochform auf. Nach dem 3:0-Sieg mutierte man zum Fanclub der 2. Herren und diese dankten es durch eine sensationelle 1. Hälfte mit noch sensationelleren Toren. Jacob legte nach fünf Minuten gleich mal mit einem Tor des Monats los. Er spielte drei Leute aus und schweißte dann den Ball aus 22 Metern in den Winkel, was für ein Hammertor. Weitere Chancen folgten gegen keineswegs schwache Blankenburger. Viktor zog von links nach innen, fand den richtigen Moment zum Abschluss und knallte den Ball ins rechte untere Toreck zum 2:0. Und dass er es auch als Vorbereitet kann zeigte er bei einer feinen Flanke von rechts. Joshua war gut mitgelaufen und nahm den Ball per Hechtkopfball, verwandelte somit sensationell. Was für eine Halbzeit. Im zweiten Abschnitt passierte lange nicht mehr so viel, bis Blankenburg in der 70. Minute den Ehrentreffer markierte. Vincent blieb es vorbehalten, den Deckel endgültig drauf zu machen.

 

Die Frauen führten in Wittenau schon mit 3:1 und mussten sich am Ende doch mit einem Punkt zufrieden geben. Zwei Tore von Vanessa und eins von Kate hatten Inter mit 3:1 in Front gebracht. Aber Wittenau konnte in der zweiten Hälfte noch ausgleichen.

 

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