Drei Siege und eine bittere Niederlage

Die 1. Herren hatten unter der Woche ein 3:9 aus Lichterfelde mitgebracht, zeigte sich aber gut erholt. 

Das Lazarett lichtet sich ein wenig, wichtige Spieler sind zurück im Kader, trotzdem fehlen immer noch viele Akteure, Immerhin: Luis war wieder da, Santi und Leo saßen zumindest auf der Bank. Der Tabellenletzte Croatia war nicht gekommen, um einfach nur die Punkte abzugeben, so viel war klar. So entwickelte sich zunächst ein offenes Spiel, auch wenn Inter ein bisschen gefährlicher war. Eine schöne Aktion von außen über Ragnar brachte das 1:0. Er spielte den Ball flach rein, dieser wurde von einem Abwehrspieler Croatias unglücklich vor die Füße von Nicki abgefälscht, der keine Mühe hatte, die Führung zu besorgen. Beide Keeper durften zeigen, was sie draufhaben, ehe Adem vor dem Wechsel das 2:0 markierte. Doch wer nun dachte, das würde Ruhe bringen, hatte die Rechnung ohne die Gäste gemacht. In den zwei Minuten vor der Pause hatten sie drei Riesenchancen. Einmal war man zu unentschlossen, das zweite Mal versprang der Ball ein wenig, die dritte Chance landete am Außenpfosten. Wer solche Chancen nicht nutzt, muss sich nicht wundern, da unten zu stehen. 

 

Nach dem Wechsel hatten die Nachbarn aus Tempelhof die nächste Chance, die Chris hervorragend vereitelte. Dann fiel das 3:0 durch Matias und damit die Entscheidung. In der Folge hatten beide Mannschaften noch einige Chancen, doch die Torhüter hatten beide einen vorzüglichen Tag. Sensationell die Abwehrleistung des Gästekeepers, als er einen Unhaltbaren zunichte machte. Doch auch Chris rettete zweimal im eins gegen eins und wollte die Null unbedingt halten. Leo vollstreckte zum vermeintlichen 4:0, stand aber doch knapp im Abseits. Und dann passierte es doch noch. In der 93. Minute wurde ein Ball nach einer Ecke nicht gut geklärt, der zweite Ball wäre vermutlich wieder bei Chris gelandet, doch ein Inter-Fuß war dazwischen und bescherte den Gästen immerhin den Ehrentreffer, wofür sie sich auch nichts kaufen können. Am Ende geht der Sieg in Ordnung, Inter war frischer und zielstrebiger. Spruch des Tages kam von Toni, der den hin und wieder humpelnden Ex-Profi Uzun ausschaltete: „Heute musste ich mein gesamtes pädagogisches Repertoire auspacken.“ 16 Punkte aus 11 Spielen sind auf jeden Fall eine gute Ausbeute. Nächsten Freitag geht es zu Meteor, vermutlich in die Transvaalstraße, denn der Platz an der Ungarnstraße wird saniert. Im Bezirk Mitte geht das, worauf wir in der Inter-Arena seit Jahren sehnsüchtig warten. 

 

Die Zweite wollte nach der Niederlage bei Biesdorf gegen den Letzten Südwest unbedingt gewinnen und hatte auch fast alles an Deck. In der ersten Halbzeit entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe – mit einem Unterschied. Während unsere Abwehr die Südwest-Stürmer ein ums andere Mal ins Abseits stellte, ließen die Gäste drei große Chancen zu. Leider wurde keine genutzt. Und damit war das Problem des Tages auch benannt. Denn auch im zweiten Abschnitt war Inter nicht in der Lage, ein Tor zu schießen – und das trotz sehr guter Möglichkeiten. So kam, wie es so oft kam. Eine Ecke des Gegners wurde zu kurz abgewehrt, der Nachschuss schlug zum 0:1 ein. Inter machte auf, ein langer Ball wurde nicht verteidigt, es stand 0:2. Als alles nach vorne stürmte, fiel noch das 0:3, was nun auch egal war. Ein im ganzen Spiel stark verhaltensauffälliger Akteur von Südwest sah auf Intervention des Assistenten noch glatt rot und konnte sich gar nicht beruhigen. Im Prinzip hätte er schon viel früher vom Platz müssen, aber der Schiedsrichter ließ sich schon im ersten Durchgang ohne Folgen von ihm erzählen, wie schlecht er doch pfeifen würde. Wie auch immer: Inter hätte vermutlich auch gegen zehn Spieler kein Tor geschossen. Nun wird es eng, und es muss dringend ein Ruck durch die Mannschaft gehen. Sonst wird man die Liga nur sehr schwer halten können.

 

Die Dritte bleibt oben dran. Mit einem ungefährdeten 8:0-Sieg holte man in Rahnsdorf die nächsten drei Punkte. Lucien machte vier Tore, die anderen steuerten Pascal, Kwende, Giorgio und Christian bei. So hat sich die weite Reise wenigstens gelohnt. Nach acht Spielen steht man auf Platz 2 und damit auf einem Aufstiegsrang. Aber die Saison ist noch sehr lang.

 

Ebenfalls auf Aufstiegskurs ist die Vierte. Man musste beim Vierten aus Köpenick antreten und gewann mit 1:0. Das Tor des Tages markierte Timo. Auf Rang 3 hält man Tuchfühlung zu den oberen Teams, aber auch hier muss man von einer Momentaufnahme sprechen. Dennoch: Schön, dass es so gut läuft.

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Veröffentlichung

So, 25. Oktober 2026

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