Rückblick auf die abgelaufene Saison
Die Saison 2025/26 bot für den FC Internationale einige Highlights, nicht zuletzt den Aufstieg der 1. Herren und den Pokalsieg der 2. Herren. Aber da wir schließlich ein Verein sind, der sich nicht in erster Linie über die Männer definiert, sollen in diesem Saisonrückblick viele erwähnt werden.
Vorweg möchten wir uns bei allen Trainerinnen und Trainern, bei allen Betreuerinnen und Betreuern bedanken, sowie bei allen, die sonst zum Gelingen der Saison beigetragen haben: Physios, Platzwarte und Platzwärtin, nicht zuletzt auch bei der Kommunikationsgruppe die unermüdlich Spielankündigungen postet, Menschen aus dem Verein vorstellt und sogar ein Inter-Tor des Monats im Repertoire hat. Auch sind aus der Gruppe großartige Fotos entstanden, sogar das Sportfoto des Monats für den Bezirk Tempelhof-Schöneberg kommt aus dieser Runde und wurde am letzten Spieltag der letzten Saison geschossen.
Ohne Schiris geht es nicht – und wir haben viele
Nicht zu vergessen sind die vielen Unparteiischen, die für Inter pfeifen und die wir relativ selten bei uns sehen. Sie stehen nun mal meistens auf anderen Plätzen. Was unser Schiedsrichter-Obmann Ibo Yilmaz seit Jahren auf die Beine stellt und verwaltet, kann gar nicht hoch genug bewertet werden. Wir möchten an dieser Stelle für die Schiris eine Lanze brechen. Genau wie die Spielerinnen und Spieler machen sie nicht immer alles richtig, aber wer ist schon perfekt? Wir sind auf jeden Fall stolz auf unsere Referees und bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich bei ihnen.
Bedanken möchten wir uns auch bei den Eltern, die mithelfen, dass unsere Kinder und Jugendlichen zum Platz kommen, Obst und Getränke erhalten, und die als faire Fans unsere Aktiven anfeuern. Ein besonderer Dank geht auch an die Beauftragten des Vereins. Gerade das wichtige Thema Kinderschutz hat eine Menge Arbeit beinhaltet. Wer in diesem oder in anderen Bereichen zuverlässig mitwirken möchte, meldet sich beim Vorstand oder in der Geschäftsstelle.
In diesem Zusammenhang natürlich auch ein Dank an alle Angestellten im Verein, die zuverlässig ihren Job erledigen. Es wird oft unterschätzt, wie viel Arbeit für einen großen Verein wie den FC Internationale anfällt. Beispiele: Pass- und Meldewesen, Spielbetrieb, Mitgliederverwaltung, Digitales, Finanzielles, administrative Tätigkeiten, Verbandswesen, Beschaffung, Öffentlichkeitsarbeit, Personalgespräche, Catering, Reinigung, Feste, Kontakt zu anderen Vereinen, Gespräche mit Politik und Verwaltung und vieles mehr.
Andere Spielformen bei den Kleinsten
Kommen wir zum Sportlichen und beginnen mit den Kleinsten. Erstmals wurde eine Gruppe für Vorschulkinder eingerichtet, die natürlich noch nicht im Spielbetrieb sind. Bei den Minis bis zur E-Jugend steht seit einiger Zeit der Kinderfußball 3 gegen 3 im Vordergrund. Funino ist eine moderne Form des Wettbewerbs, wobei auf Tabellen verzichtet wird. Viele Erwachsene glauben, auch Kinder müssten nach den Regeln der Erwachsenen spielen und sich in erster Linie an Ergebnissen orientieren. Das ist falsch, auch wenn das beim Bundeskanzler und auch dem einen oder anderen Großfunktionär aus dem Profifußball noch nicht angekommen ist. Der DFB geht inzwischen neue Wege, die bspw. in Spanien, Frankreich, England und anderen Ländern schon länger beschritten werden. Die guten Ergebnisse sieht man – bestimmt bald auch wieder bei der deutschen Nationalmannschaft.
Wir möchten alle Eltern, aber auch alle Trainerinnen und Trainer bitten, nicht zu viel Druck aufzubauen. Die Entwicklung der Kinder ist sehr unterschiedlich und verläuft oft in Schüben und beinhaltet verschiedene Phasen. Gerade die körperlichen Voraussetzungen laufen nicht bei allen gleich und nur selten gradlinig. Zudem weiß man heute, dass Kinder sich besser entwickeln, wenn nicht von draußen reingerufen wird, sondern sie eigene Entscheidungen treffen. Insofern unsere Bitte: Überlass das Coachen den Coaches und fragt diese, wie und wo ihr euch einbringen könnt.
Jugend mit uneinheitlichen Ergebnissen
Wir hatten in dieser Saison sieben E-Jugendteams bei den Jungs und zwei bei den Mädchen. Auf die Platzierungen wollen wir an dieser Stelle nicht eingehen, alle bringen ihre Leistung, der Schwerpunkt liegt auf der Ausbildung.
Die D-Mädchen spielen in der Berlin-Liga gegen sehr starke Teams und belegten einen respektablen 9. Platz. Im letzten Spiel wurden sogar die Spitzenreiterinnen von Hertha BSC besiegt. Bei den Jungs lief es leider nicht so gut. Die D1 muss aus der Verbandsliga absteigen. Konkurrent Tasmania gewann unerwartet die beiden letzten Spiele, daher reichte es trotz Siegen gegen die Neuköllner nicht. Die D2 wurde in einer umfangreichen Bezirksligastaffel Sechster. Aber es gab auch eine Meisterschaft zu bejubeln, nämlich die der D3, die ihre Rückrundenstaffel gewann.
Bei der C-Jugend lief es sehr gut. Die Mädchen wurden in der Landesliga Staffelsiegerinnen. Die C1 der Jungen wurde in der Verbandsliga Siebter. Die C2 konnte die höchste Klasse nicht halten, was kein Beinbruch ist, spielen dort doch alle Top-Teams aus Berlin. Die C3 wurde Fünfter. Die B-Juniorinnen wurden in der Berlin-Liga Sechste, die B1 der Jungen wurde in der Landesliga Neunter, der B2 fehlte am letzten Spieltag gegen Schmöckwitz ein Tor zum Klassenerhalt. Bei der A-Jugend errang die Zweite Tabellenplatz 7, die A1 hielt die Verbandsliga, was wichtig für uns ist, denn wir sind immer darauf angewiesen, dass gut ausgebildete Spieler für unsere Herrenteams aus der Jugend kommen.
Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Trainern bedanken, die uns verlassen oder aufhören werden. Ihr habt maßgeblich dazu beigetragen, dass sich unsere Kinder und Jugendlichen entwickeln konnten. Mit mehr als 30 Jugendteams geben wir rund 700 jungen Menschen im Jugendbereich, die Möglichkeit, sich zu bewegen, Teamsport zu betreiben und Freundinnen und Freunde zu finden. Wir sind inzwischen im 20. Jahr Integrationsstützpunkt, auch das soll nicht unerwähnt bleiben. Schade, dass die Berliner Sportpolitik euer Engagement so wenig würdigen kann. So bleibt der Kunstrasen in der Inter-Arena im besten Falle ein Ärgernis. Das Geld für die Sanierung war endlich da, leider konnte die zuständige Stadträtin für Grünflächen nicht ausreichend Personal gewinnen. Sport hat eben keinen hohen Stellenwert. Wir werden im Wahlkampf versuchen, den Breitensport zu thematisieren – versprochen!
Männerteams überragen die Saison
Kommen wir zu den Erwachsenen und fangen mit den Frauen an: Die 1. Frauen belegten einen guten 5. Platz in der Berlin-Liga. Leider gab es Langzeitverletzte, aber trotzdem spielte das Team im oberen Drittel mit. Die 2. Frauen erreichten souverän den Klassenerhalt in der Landesliga, als Aufsteigerinnen spielten sie eine sehr ordentliche Saison. Die 3. Frauen konnten den Abstieg vermeiden und bleiben in der Landesliga.
Das Highlight der Saison war sicher der Aufstieg der 1. Herren. Nach einer sehr starken Hinrunde war man schon weit vorne. Teilweise gab es spektakulären Fußball zu sehen. Allerdings ließ sich Verfolger Johannisthal nicht abschütteln, wurde aber im entscheidenden Spiel mit 4:1 besiegt. Das von den Trainern Juan Swett und Bülent Ulutürk mit Unterstützung von Oliver und Luis Bass betreute Team steigt verdient in die Berlin-Liga auf, in die wir nach 11 Jahren zurückkehren. Auch im Pokal hat man es weit gebracht und unterlag dem zwei Klassen höheren Sparta Lichtenberg nach großem Kampf erst im Viertelfinale völlig unverdient im Elfmeterschießen. Der Fußballgott ist eben nur manchmal auf Seiten der Kleinen.
Aber dafür holten die 2. Herren den Berliner Pokal. Nachdem man in den Spielen zuvor einiges an starken Teams aus dem Weg geräumt hatte, gab es im Finale gegen die Spandauer Kickers ein klares 4:0. Der Jubel war groß. Der Klassenerhalt in der Landesliga wurde in diesem Jahr frühzeitig klargemacht. Eine rundum gelungene Saison eines sehr gefestigten Teams, trainiert von Yannik Lüdtke mit Unterstützung von Lukas Gagel, das nicht zuletzt aufgrund der mannschaftliche Geschlossenheit erfolgreich ist. Lobend erwähnt werden soll an dieser Stelle auch unser Torwarttrainer Stefan Nicolai, der die Keeper der Ersten und Zweiten "in Schuss" gehalten hat.
Die Dritte hatte Höhen und Tiefen, behauptete sich aber schließlich als Aufsteiger in der Kreisliga A. Man spielt dort gegen die 1. Herrenteams ehemaliger Größen des Berliner Fußballs wie Tiergarten, Eintracht Südring oder Union Südost. Die Vierte hätte mit etwas mehr Konstanz vielleicht sogar oben angreifen können, aber am Ende belegte man einen guten 5. Platz und kann auf jeden Fall zufrieden sein. Die Fünfte spielt auf Kleinfeld und belegte in der Berlin-Liga den 9. Platz.
Und dann gibt es ja noch die Freizeitteams. Beide spielen in der höchsten Liga und behaupten sich dort gut. Inter-Akazie spielt auf dem Großfeld, Inter Casino auf dem Kleinfeld. Und beide haben das Pokalfinale erreicht. Am kommenden Samstag (04.07.) steigen die Endspiele im Stadion Lichterfelde und wer weiß: Vielleicht haben wir am Ende noch einen oder gar zwei Pokalsieger. Wir drücken auf jeden Fall die Daumen und werden zum Anfeuern da sein. Schon jetzt herzlichen Glückwunsch zum Erreichen des Finales. Gebt alles, auch wenn einige ihre Urlaubsplanung wohl ohne den Pokalkalender gemacht haben. Doch die Kader geben beide eine Menge her.
Oldies but Goldies – aber mit Personalproblemen
Die Ü32 erreichte leider nicht das Ziel. Wie so viele Berliner Mannschaften in dieser Altersklasse musste das Team kurz vor dem Ende wegen dreimaligen Nichtantritts aus dem Spielbetrieb genommen werden. Die Spielerdecke war einfach zu dünn. Dennoch Danke an alle, die mitgeholfen haben, nicht zuletzt an Werner Kawald, der bis zum Schluss versucht hat, das Team durchzubringen. Bei der Ü40 ist auch nur ein Kleinfeldteam geblieben. Dieses spielt in der Landesliga und schließt auf Platz 9 ab. Bleibt festzuhalten, dass Inter in diesen beiden Altersklassen eindeutig zu wenig Spieler hat, auch wenn das inzwischen vielen Vereinen so geht. Ü32 und Ü40 sind allgemein die Sorgenkinder des Berliner Fußball-Verbandes.
Besser ist es bei den 50ern. Beide Teams halten souverän die Ligen. Die Erste spielt in der höchsten und belegt dort Rang 6, die Zweite belegt in der Bezirksliga Platz 5. Dort wird auch die Ü60 I abschließen, mit den Spitzenteams der Berlin-Liga kann man in dieser Saison nicht mithalten. Aber bald kommt Verjüngung. Die braucht auch die Ü60 II, die viele Spieler an die Erste abstellte, dann aber selbst in Abstiegsgefahr geriet. Der Spielplan wollte es, dass man am vorletzten Spieltag zum Schlusslicht Humboldt musste und dort den Klassenerhalt glücklicherweise klarmachen konnte. Auch bei den 50ern und 60ern täten uns ein paar Neuzugänge gut, die Kader sind manchmal knapp bemessen. Im hohen Alter dauern Verletzungen dann doch länger, woran nicht zuletzt der schlechte Zustand der Inter-Arena Schuld hat.
Sportmetropole Berlin? Eine lächerliche Bezeichnung!
Womit wir zum ärgerlichen Abschluss kommen. Was der Bezirk sich in Sachen Breitensport erlaubt, ist nicht weniger als eine Zumutung für viele Vereine. Dabei liegt die Verantwortung nicht so sehr im Sportamt. Der parteilose Sportstadtrat ist selbst Trainer und hat genau wie der grüne Bürgermeister - der sogar ein internationales Turnier mit den Partnergemeinden und Unterstützung des FC Internationale ausrichtete - ein Herz für den Sport. Geld für die versprochene Sanierung der Inter-Arena war auch da. Aber das Grünflächenamt, ebenfalls verantwortet von den Grünen, schafft es nicht, genügend Personal zu gewinnen, um den Platz zu sanieren. Sport gehört da offensichtlich nicht zur Kernkompetenz.
Die Stadträtin schrieb zurück, sie hätte nun mal zu wenig Leute. Daher könne man nur einen Platz pro Jahr sanieren. Kunstrasen sollten nach 10 Jahren ausgetauscht werden, vor allem wenn sie so hochfrequentiert sind wie unser. Wenn man dann bei 20 Kunstrasenplätzen im Bezirk nur einen pro Jahr saniert bekommt, geht die Rechnung nicht auf. Mit welchem Langmut das alles hingenommen wird, ist schon erstaunlich.
Für die vergessenen Kabinen auf dem Ella-Barowsky-Platz war ein SPD-Stadtrat verantwortlich. Jetzt ist das Amt in Händen der CDU, die das so genannte Facility Management mehr schlecht als recht verwaltet. Der Strom für den Roboter zum Verteilen des Korks ist immerhin nach zwei Jahren Wartezeit angeschlossen worden, die Wasseranlage in der Inter-Arena ist hingegen seit mehr als einem Jahr schrottreif, die Duschen immer mal wieder kalt.
Es soll hier nicht um die Förderung von Politikverdrossenheit gehen, aber was sich die vermeintliche Sportmetropole nicht zuletzt auf dem Rücken von Kindern und Jugendlichen leistet, spottet jeder Beschreibung. Um dann noch mit dem Olympia-Slogan „Gebt die Spiele den Kindern!“ zu kommen. Man muss im völlig unwahrscheinlichen Falle eines Zuschlags für die Olympischen Spiele damit rechnen, dass die nötigen Sportstätten auch fünf Jahre nach dem Event noch nicht fertig sein würden.
Aufforderung zur Wahl und zur Einmischung
Wir möchten an dieser Stelle aber trotzdem alle Inter-Mitglieder auffordern, zur Wahl zu gehen. Die Abgabe der Stimmen hilft der Stärkung der Demokratie. Wen ihr wählt, ist eure Sache, aber bitte wählt eine demokratische Partei und keine, die vorhat, auch bei uns spielende Menschen abzuschieben. Wir spielen mit dem Slogan NO RACISM und meinen das völlig ernst. Dieser schließt die Wahl von Populisten aus, zumal diese ohnehin nichts für den Breitensport tun würden.
Macht euch schlau, wer in eurem Wahlkreis antritt und sprecht oder schreibt eure Kandidatinnen und Kandidaten an. Fragt sie, was sie zur Verbesserung der Lage des Breitensports zu tun gedenken. Das hilft! Denn nur wenn sie mit unseren Forderungen konfrontiert werden, haben sie das Thema auch auf dem Schirm – zumindest ist das zu hoffen.
Wir bedanken uns zum Abschluss bei allen, die es gut mit dem Amateurfußball meinen, auch bei den Sportverbänden. Wir müssen nicht in allen Punkten einer Meinung sein, werden uns auch künftig über vieles auseinandersetzen. Aber die Sportverbände gehören den Vereinen, deren Vorstände werden wiederum von den Mitgliedern der Clubs gewählt. Wir sollten unsere Möglichkeiten der Einflussnahme auch künftig wahr- und ernstnehmen. Allen einen angenehmen Sommer. Wie ihr wisst, ist nach der Saison vor der Saison.
Ich möchte mich bei allen für die abgelaufene Serie bedanken. Nicht immer konnten wir alle Wünsche und Bedürfnisse bedienen. Die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins läuft ehrenamtlich. Wir können nicht bei jedem Spiel sein, von allen Plätzen berichten. Mehr als kleine Ausschnitte schaffen wir nicht. Aber für einen Amateurverein ist das ganz schön viel, was Inter auf den Kanälen bietet.
Wie es in der neuen Saison weitergeht, werden wir noch besprechen. Sollte es Menschen geben, die zuverlässig und seriös an der Kommunikation über den sportlichen Bereich mitarbeiten möchten, meldet euch bei Anton oder mir oder beim Vorstand. Es geht sicher viel mehr, aber es muss auch Leute geben, die verlässlich dafür sorgen, dass die Dinge fachkundig und zeitnah erscheinen. Über Interessierte freuen wir uns.
Mein Dank geht an die gesamte AG Kommunikation für eure großartige und einzigartige Arbeit. Andere Vereine beneiden uns um das, was ihr auf die Beine stellt.
Internationale Solidarität
Gerd Thomas (Ehrenvorsitzender)
Weitere Informationen
Veröffentlichung
Bild zur Meldung
Weitere Meldungen

Bald ist es soweit: Große Saisoneröffnung auf der INTER Arena!
Di, 04. August 2026

Neu bei Inter: Jasper ist unser Sozialarbeiter
Di, 14. Juli 2026