1. Herren (so gut wie) aufgestiegen!

Mit 4:1 behielt Inter im Spitzenspiel gegen Johannisthal die Oberhand und ist damit (eigentlich) am Ziel. Denn sechs Punkte Vorsprung und ein deutlich besseres Torverhältnis sollten reichen, selbst wenn man beide ausstehenden Spiele verlieren sollte - wovon nicht auszugehen ist. Dennoch müssen auch die Partien gegen Absteiger Bero Mitte und Borsigwalde (Rang 8) erst einmal gespielt werden. 

Johannisthal musste wegen einer zeitgleich stattfindenden Hochzeit ihres Torjägers auf einige Akteure verzichten, brachte aber dennoch eine Mannschaft aufs Feld, die es Inter schwer machte. 

 

Es ging für die Hausherren gleich gut los, Leonard brachte seine Mannen schon sehr früh in Führung. Das Spiel fand weitgehend auf Augenhöhe statt, auch wenn Inter mehr Chancen hatte. Aber der Gäste-Keeper hielt ein ums andere Mal, manchmal unkonventionell. Auch Chris musste einmal überragend eingreifen. Als die Kugel nach einem weiten Ball einem Inter- Spieler versprang, ließ sich Johannisthals Oldie-Torjäger Kroll (38) nicht zweimal bitten. Nur selten sieht man in der Landesliga ein Tor mit so viel Entschlossenheit, das eindrucksvoll zeigte, wer der wohl beste Berliner Torjäger im Amateurfußball der letzten 15 Jahre war. Mit dem 1:1 ging es in die Kabinen. 

 

Nach dem Wechsel war Inter besser, ohne die Partie entscheiden zu können. Immerhin nutzte der wieder sehr agile Milan einen Abpraller zum 2:1. Die Partie blieb aber offen. Anders als die Gäste konnte Inter noch wesentliche Impulse von der Bank setzen und spielerisch starke Kräfte zur Belebung des Spiels bringen. Als Johannisthal eine rote Karte hinnehmen musste, war der Käse gegessen. Der eingewechselte Kaya machte in den letzten zehn Minuten noch zwei Tore, womit der Aufstieg greifbar nahe ist. Entsprechend groß war der Jubel. 

 

Sofern nicht noch Ungewöhnliches passiert – aber das gibt es im Fußball – sollte Inter in der nächsten Saison Mitglied der Berlin-Liga sein, zumal es noch Entscheidungen am grünen Tisch (Hürtürkel-Insolvenz, Passfoto-Regelung) geben wird. Sportlich hat sich das Team den Aufstieg verdient, am Ende sollte es auch ohne die Urteile des Sportgerichts reichen. Dieses hat in diesem Jahr deutlich mehr zu tun als jemals zuvor. Die Berlin-Liga wird zumindest im unteren Bereich eher am grünen Tisch als auf dem grünen Rasen entschieden, sie könnte im nächsten Jahr übrigens 20 Teams beinhalten. Hoffen wir, dass es dann wieder vornehmlich ums Fußballspielen und weniger um Passfotos oder die Anzahl der gelben Karten gehen wird. Das nächste Spiel der 1. Herren wird am Sonntag um (Achtung: 14.10 Uhr) bei Berolina Mitte in der kleinen Hamburger Straße stattfinden, dann hoffentlich mit der ultimativen Entscheidung. 

 

Die 2. Herren unterlagen bei Türkiyemspor mit 0:1. Auf der Steppe im Katzbachstadion wurde viel Sommerfußball geboten. Warum einige der Gastgeber in einem so bedeutungslosen Spiel so hart einstiegen, bleibt ihr Geheimnis. Man fragt sich, was durch manchen Kopf geht – sofern etwas durchgeht. Als Joshi in der letzten Minute frei vor dem Tor klar am Arm gezogen wurde, blieb die Pfeife des sehr eigenwillig agierenden Schiedsrichters stumm. Begründung: „Er hat ja dann wieder losgelassen!“ Das war ungefähr so gut wie neulich beim Spiel in Wannsee: „Foul kann man geben, aber der Spieler wollte den Elfmeter!“. Wie auch immer: Inter hatte den Klassenerhalt schon vorzeitig klar. 

 

Die Dritte tat sich beim Letzten von Eichkamp-Rupenhorn schwer, zweimal lag man zurück. Efecan und Lucien gleichen jeweils aus, lange stand es 2:2. Leon und Even wurden eingewechselt, eine Viertelstunde vor dem Ende schaffte Ercüment dann die Wende. Dem ebenfalls eingewechselten Tijan blieb der Schlusspunkt zum 4:2-Sieg vorbehalten. Fünf Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz und das deutlich bessere Torverhältnis sollten bei zwei ausstehenden Spielen zum Klassenerhalt reichen. Die Vierte kehrte von Bosna mit einem 2:2 zurück und verweilt auf Platz 7. 

 

Die 1. Frauen verabschieden sich aus der Saison mit einem 2:0-Sieg in Lichtenberg. Zur Halbzeit war es noch torlos. Im zweiten Abschnitt machte Lena mit zwei Toren alles klar. Mit ihren Treffern 23 und 24 belegt sie Rang zwei der Torjägerinnen-Liste. Inter beendet die Saison auf Platz 5, der vor der Saison schon feststand. Wir bedanken uns bei Oliver Thomaschewski, der den Verein verlassen wird. Alles Gute für die Zukunft.

 

Die 2. Frauen lagen im letzten Spiel bei Polar lange durch ein Tor von Gwenni in Führung. Doch die Pinguinfrauen schlugen spät noch einmal zurück, machten nach dem Ausgleich sogar noch den Siegtreffer. Sehr schade, aber trotzdem eine gute Saison der Zweiten, die schon lange gesichert sind und letztlich auf Rang 10 einliefen. Die Dritte verlor mit 1:3 gegen Stralau und läuft am Ende auf Platz 9 ein.

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Veröffentlichung

So, 31. Mai 2026

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