Neue Besen kehren gut

Am Freitag wurde ein neuer Vorstand gewählt, und am Wochenende gewannen alle vier Männerteams, wie auch die 1. Frauen. Den 2. Frauen fehlten wenige Augenblicke, um den völligen Triumph perfekt zu machen, aber auch sie holten einen Punkt.

 

Die 1. Herren mussten am Samstag zu Pfeffersport, wo man in der vorherigen Saison in der ersten Pokalrunde sang- und klanglos ausgeschieden war. Es sollte dieses Mal anders laufen, auch auf einem anderen Platz. Im ersten Abschnitt spielte Inter gefällig, Leo brachte die Elf von Juan in Führung. Doch man versäumte, diese auszubauen. Im zweiten Abschnitt wurde es zäh und anstrengend, nicht zuletzt wegen einer überschaubaren Schiedsrichterleistung. Am Ende stand ein knappes 1:0, was die erwünschten drei Punkte brachte. Es muss nicht immer Traumfußball gespielt werden, aber man muss die Partien eben nach Hause bringen. Am nächsten Samstag kommt Charlottenburg-Wilmersdorf.

 

Ein schnelles und läuferisch anspruchsvolles Landesligaspiel legte die Zweite gegen den Favoriten aus Köpenick hin. Dieser verlor seinen Torjäger schon beim Warmmachen, sicher kein Nachteil für Inter. Vor dem ersten Tor vernaschte Miguel zwei Gegenspieler auf dem Bierdeckel, so ein neues Vorstandsamt gibt Selbstvertrauen. Seine präzise Flanke fiel von irgendeinem Kopf ins Tor, man einigte sich auf Selim. Inter war stark, fokussiert und gefährlich. Eine schöne Flanke vom sehr guten Jannis setzte Joshi wunderbar in Richtung lange Ecke, so Selim dieses Mal den Fuß hinhielt. Wer hätte damit gerechnet, dass man mit 2:0 zur Pause führt? Aber das war nicht unverdient. Im zweiten Abschnitt machte der eingewechselte Yasin mit einem schönen Schuss den Deckel drauf, verletzte sich dabei allerdings und musste schon wieder runter. Die Köpenicker hatten Chancen, aber keine klaren. Neben Jannis machte vor allem Philipp ein phänomenales Spiel auf der Innenverteidiger-Position, wo mit Jannik, Zeki, Jesper und Jannic gleich vier Etatmäßige fehlten. Es gab wohl keinen Zweikampf, den Philipp verlor, auch Levi spielte seinen Part gut. 

 

Köpenick war nicht zwingend. Als sie dann doch fast trafen, klärte der sehr agile Miguel spektakulär auf der Linie. Er brachte auch einen Freistoß vor das Tor der Gäste, welcher diese leicht überforderte und schließlich von Joshi zum 4:0 vollendet wurde. Erst in der 83. Minute kam Köpenick zum Ehrentreffer. Nun musste Konsti noch zweimal im eins gegen eins sein Können zeigen, dann war Schluss. Vielleicht ein Tor zu hoch, aber verdient holt Inter mit einer disziplinierten und taktisch klugen Marschroute einen nicht eingeplanten Dreier. Schade, dass der Schiedsrichter im zweiten Abschnitt zunehmend den Überblick verlor und in einer eigentlich fairen Partie sagenhafte zehn gelbe Karten verteilte. Auch wenn die eine oder andere vertretbar war - was macht der in einem Spiel, das wirklich hektisch wird? 

 

Die Dritte wollte sich im Spiel gegen Union Südost Luft verschaffen. Es ist noch gar nicht so lange her, da spielte unsere Erste gegen USO – wie sich die Zeiten ändern. Inter fuhr tatsächlich einen Kantersieg ein und gewann mit 7:1. Besonders schön: Es gab sieben Torschützen, nämlich Leo, Mattis, Lucien, Leo, Efecan, Luka und Kolja. Der Sieg brachte Luft, man ist nun sieben Punkte vom Abstiegsrang entfernt.

 

Ein wildes Spiel gab es bei der Vierten. Mit Karow war der Tabellenzweite angereist, aber so richtig viel bekamen die Gäste nicht auf die Reihe. Bent brachte Inter in Führung, Karow glich zunächst aus. Doch noch vor der Pause schlugen unsere Männer zweimal zu. Bent und Leander stellten auf den 3:1-Pausenstand. Dann wurde es bunt. Zunächst flog ein Karower mit gelb-rot. Die lautstarken Zuschauer der Gäste forderten auch beim kleinsten Foul gelb und kritisierten den Schiri in Megafon-Lautstärke – nicht schön. Benni und Marcel machten die Partie derweil zu, indem sie das vierte und fünfte Tor machten. Hinten war Inter relativ kompromisslos, was durchkam, vereitelte der gut aufgelegte Jasper im Tor. Nach einem spektakulären Flug seines Gegenspielers erhielt dann auch Tom gelb-rot – na ja! Die Zuschauer schrien, als wäre ein vorsätzlicher Beinbruch herbeigeführt worden, dabei stand der versehentlich Gefoulte längst wieder. Der eigentlich ordentliche Schiri gab dem Geschrei nach. Das Spiel plätscherte zu Ende, beide hätten noch ein Tor machen können, aber schließlich blieb es beim hochverdienten 5:1. Reife Leistung, zumal Inter ohne Auswechselspieler auskommen musste. 

 

Die 1. Frauen mussten zu Askania Cöpenick und gingen torlos in die Kabinen. Gleich nach dem Wechsel erzielten die Gastgeberinnen das 1:0. Aber Inter konnte sich befreien und das Blatt wenden. Lena besorgte den Ausgleich, Julia die Führung, ehe wieder Lena alles klarmachte. Fast wäre das Wochenende perfekt geworden, denn auch die 2. Frauen führten bei Bero Mitte zur Halbzeit mit 3:1. Chloe und zweimal Aliya trafen. Nach dem Wechsel kam Bero auf 2:3 heran. Die letzte Minute lief schon, und Bero glich in dieser noch aus. Ärgerlich, aber kann man nix machen. So holte der Verein unter den neu gewählten Vorstand am ersten Wochenende „nur“ 16 von 18 Punkten, wahrlich kein schlechter Einstand. So kann es weitergehen.

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Veröffentlichung

So, 26. April 2026

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