Drei Teams im Viertelfinale

In einem sensationellen Spiel besiegten die Inter-Spieler den Oberligisten Berliner AK mit sage und schreibe 4:0. Gut 200 Zuschauer feierten ein großes Fest. Da wollte die Zweite sich nicht lumpen lassen und legte einen Tag später mit einem 3:2-Sieg gegen Biesdorf nach. Das bedeutet: zweimal Viertelfinale!

 

Am Samstag hatte der Berliner Athletik Klub die klare Favoritenrolle. Es sollte ganz anders kommen. Von Beginn an war Inter entschlossener, und bereits nach sechs Minuten machte Santi das 1:0, als er in seiner unnachahmlichen Weise den Torhüter anlief, der die Schnelligkeit des Inter-Stürmers unterschätzte, diesen anschoss und so das Tor verursachte. Danach hielt der BAK-Keeper allerdings außerordentlich stark, so wie auch Chris auf Inter-Seite. Aber dazu später. Inter war in den ersten 20 Minuten die klar bessere Mannschaft, hatte weitere Chancen, aber ein weiteres Tor wollte zunächst nicht fallen. Erst nach und nach zeigte die BAK-Elf, dass sie zwei Ligen höher spielt und kam auch zu Möglichkeiten. Die beste hatte aber wieder Santi, der einen langen Pass erlief, den Torhüter umkurven wollte, jedoch mit einem starken Tackling vom Ball getrennt wurde. Neben dem erneut überragenden Inter-Torjäger zeigte vor allem das komplette Inter-Mittelfeld eine unglaubliche Partie. So viel Laufbereitschaft, so viel Schnelligkeit, schließlich eine Reihe guter Möglichkeiten. Die Mannschaft war wirklich erstklassig eingestellt und setzte alles um, was die Trainer ihnen mit auf den Weg gegeben hatten. Ganz stark auf den Außenpositionen waren Milan und Max, die sich genau wie Moreno, Nico und Nicholas die Lunge aus dem Hals liefen. Sie störten ihre Gegenspieler, wo sie konnten, setzten nach der Balleroberung aber genauso viele Akzente nach vorne.  Zur Halbzeit stand es 1:0, hätte aber auch 3:2 stehen können.  

 

Im zweiten Abschnitt schafften es die Gäste nicht, dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. Das blau-schwarze Mittelfeld hatte einfach einen sensationellen Tag und lief alles in Grund und Boden, was die Moabiter sichtlich überraschte. Gleichzeitig muss man sagen, dass die sehr junge BAK-Mannschaft gerade im vorderen Bereich enttäuschte. Aber man kann eben nur so viel hinkriegen, wie der Gegner es zulässt. Das Spiel wurde dennoch offener. Beide Keeper hielten, was zu halten war. Einen Knaller drehte Chris stark über die Latte. Hin und wieder kam doch mal etwas durch, doch der Inter-Keeper spielte wirklich großartig mit und nahm in manchmal etwas unübersichtlichen Situationen den Gegnern mehrfach die Bälle vom Fuß. Es dauerte bis zur 72. Minute, in der Santi den Gegenspielern mal wieder weglief und nur durch ein Foul gestoppt werden konnte. Den fälligen Elfmeter verwandelte Gaston mit etwas Glück zum 2:0, der Keeper war dran. Schon zuvor gab es zwei Szenen für Inter, in denen es Elfmeter hätte geben können, aber auch eine auf der anderen Seite. Der Schiedsrichter hatte eine sehr lange Leine, kam damit aber sehr gut durchs Spiel. Nach dem 2:0 spielte nur noch Inter. Der bärenstarke Moreno machte ein Traumtor, als er zwei Spieler narrte und präzise und scharf aus 18 Metern ins Eck schoss. Nicholas setzte einen strammen Schuss knapp neben das Tor, wurde nach dem Spiel von seinen D-Jugendlichen nicht nur dafür gefeiert. Die Auswechselspieler durften auch noch ran und ihre Pokalminuten abholen. Thiago traf mit einem Gewaltschuss nur die Latte, ehe Santi mit einem Knaller unter die Latte das 4:0 perfekt machte. 

 

Das Ergebnis war selbst in dieser Höhe nicht unverdient, auch wenn BAK durchaus einige Chancen hatte. Aber am Ende hätte Inter sogar noch mehr Tore machen können, denn spätestens nach dem 3:0 war der Widerstand gebrochen, aber wollen wir auf dem Teppich bleiben. Der Jubel war groß, nun sind wir gespannt auf den nächsten Gegner im Viertelfinale. In der Verlosung sind Altglienicke, Dynamo, Zehlendorf, Preussen, Sparta, Croatia und die Füchse. Inter wird auf jeden Fall Heimrecht haben, denn es sind nur noch höherklassige Teams im Topf. An dieser Stelle möchten wir dem Spieler von BAK, der sich in der letzten Minute eine schwere Knieverletzung zuzog, schnelle Genesung und alles Gute wünschen.

 

Die Zweite tat sich etwas schwerer, ging aber schon nach wenigen Sekunden durch Mathis in Führung. Das sollte eigentlich Sicherheit geben, doch schon in der 7. Minute glich Biesdorf aus. Nun ergab sich ein richtiger Pokalfight mit viel Kampf und zunehmend mit Kick & Rush. Beide Teams mussten verletzungsbedingt auf wichtige Kräfte verzichten, was zu einem recht unruhigen Kick führte. Inter hatte zunächst ein leichtes Übergewicht, aber zur Halbzeit stand es eher leistungsgerecht 1:1. Das Spiel war kein Zuckerschlecken, die Mittelfeldduelle dominierten, hinten wurde eher rustikal geklärt. Beide hatten ihre Chancen, die beste ein Biesdorfer Stürmer, der frei vor Stevie das Tor verfehlte. 

 

Nach dem Wechsel änderte sich das Bild wenig, allerdings lagen die Biesdorfer nun sehr häufig am Boden, oft begleitet von lauten Schreien. Der Schiedsrichter ließ sich aber nicht beirren und leitete souverän. Vor einem Eckball für Inter ging das Gerangel schon los, in der Luft wurde dann klar gehalten. Der Schiri ließ zunächst weiterlaufen, denn hinten stand ein Inter-Akteur völlig frei, schoss aber spektakulär über das Tor, als der Pfiff doch ertönte. Völlig zurecht gab es Elfmeter, diesen verwandelte Joshi sehr souverän. Danach schaffte es Inter nicht, das Spiel zu beruhigen, es blieb recht wild. Philipp und Ben hatten im Mittelfeld jedoch die Hoheit und kämpften sich noch intensiver ins Spiel als ohnehin schon.

 

 Miguel musste raus, das machte die Sache nicht leichter, doch jetzt hatte Inter Konterchancen, die aber nicht gut ausgespielt wurden. Schließlich blieb den Biesdorfern nur noch die Nachspielzeit, und die hatte es in sich. Der Torhüter ging mit nach vorne, der Ball wurde abgefangen, doch keinem Blauen gelang der Abschluss, schließlich rettete ein Verteidiger vor der Linie. Nach einer Ecke musste Stevie zu einer weiteren retten. Diese flog weit über Freund und Feind hinweg auf den Kopf des lang stehenden Biesdorfers. Warum er den Kopfball neben und nicht auf das Tor setzte, weiß er wohl selbst nicht. Inter war es egal, im Gegenzug machte Joshi das 3:1. Dann war Schluss und großer Jubel. Fazit: kein Schönheitspreis, aber aufgrund des großen Kampfgeistes verdient. Im Topf für das Viertelfinale sind noch Altglienicke, Mahlsdorf, Spaki, Rudow, Croatia, Stern und Stralau. 

 

Die Dritte gewann in einer spektakulären Verlängerung bei Delay Sport, deren kindischen Spaßvögel wie auch bei deren erster Mannschaft mal wieder den Liveticker manipulierten. Man kann das alberne Treiben Woche für Woche beobachten, vielleicht sollten die Offiziellen des Influencer-Vereins mal ihren Aufgaben nachkommen und eingreifen. Statt 2:0 stand es nach 90 Minuten nämlich 1:1. Die Lankwitzer gingen in Führung, die auch bis zur Halbzeit Bestand hatte. Inter wechselte nach der Pause mehrfach und wurde belohnt. Efecan besorgte in der 73. Minute den verdienten Ausgleich, der bis zum Ende Bestand hatte. Es ging in die Verlängerung. Und nun gab es ein Remake von Brasilien – Deutschland, wenn auch ohne Toni Kroos und Co. Dafür wirbelten die Inter-Spieler und spielten Delay an die Wand. Tijan traf schon in der 3. Minute der Verlängerung, Kolja legte weitere drei Minuten später zum 3:1 nach. Und nach 100 Minuten stand es 4:1 durch Torjäger Janek. Tijan, Joshua und Kolja hatten noch Lust auf mehr und besorgten schließlich die Treffer fünf, sechs und sieben. Keine magische Nach in Rio, aber ein zauberhafter Nachmittag in Lankwitz. 

 

Kommen wir zu den Frauen, die nicht minder erfreuliche Ergebnisse einfuhren. Die Erste gewann knapp mit 3:2 in Friedrichshagen. Zuzanne, Lena und Julia hatten schon zur Halbzeit dreimal zugeschlagen, die Gastgeberinnen einmal. Diese konnten im zweiten Abschnitt zwar noch verkürzen, aber die Punkte gehen nach Schöneberg. Mit einem Spiel mehr als die drei Erstplatzierten steht Inter nun auf Platz 4. Auch die 2. Frauen gewannen in der Ferne. Aus Buchholz brachte man ein 2:0 mit, Aliya machte ihre Treffer vier und fünf. Ins Tor musste dieses Mal Meike, und sie hielt ihren Kasten sauer. Da wollte die Dritte nicht nachstehen und gewann gegen Adlershof mit 3:0. Anita traf zweimal, Laura besorgte den Rest.

 

Auch in der Jugend gab es Erfolge. Die A-Jugend gewann bei den Berliner Amateuren mit 3:1, Emre besorgte alle drei Treffer. Die B-Jugend gewann mit 2:1 in Rudow. Zwar musste die C1 gegen Spitzenreiter Frohnau mit 0:3 den Kürzeren ziehen, aber die C2 gewann ihr erstes Spiel. Die Liga ist hammerhart, aber gegen das große Hertha 03 gewann man mit 2:1. Die Zehlendorfer sind bei der D1 ein anderes Kaliber und besiegten Inter klar, aber die D2 gewann in ihrer spannenden Staffel mit 7:1 in Hermsdorf und bleibt oben dran. 

 

Die B-Mädchen verloren etwas überraschend mit 0:2 gegen Marzahn, aber die C-Juniorinnen festigten Platz 1 durch einen Erfolg über Bero Mitte. Die D-Mädchen unterlagen Hertha 03. 

 

Bleiben die Oldies, auch die waren erfolgreich. Die Ü32 besiegte Südring mit 3:2, die Ü40 gewann 8:3 gegen Johannisthal. Die Ü50 I unterlag Spitzeneiter Hertha nur knapp mit 1:2. Dafür gewann die Ü50 II bei Mariendorf mit 2:1 und spielt weiter oben mit. Konstantinos machte in der Nachspielzeit den entscheidenden Treffer. Die Ü60 I kommt langsam in Schwung und gewann beim Berliner SC mit 4:0, während die Ü60 II beim 3:1 gegen Humboldt wichtige drei Punkte einfuhr. 

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Veröffentlichung

So, 16. November 2025

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