Inter I und II siegen zum Auftakt

Die 1. Herren schlugen sich im ersten Punktspiel mit Bravour, auch wenn in den nächsten Wochen sicher stärkere Gegner als Hilalspor kommen werden. Inter war von Beginn an die bessere Mannschaft und ging auch durch Rückkehrer Santi, der schon im Pokal ein überragendes Spiel gemacht hatte, in Führung. Tatsächlich versuchte man es auch mal aus der Distanz, aber Kikes Schuss wurde vom guten Gäste-Keeper entschärft, ein zweiter verfehlte knapp das Tor, Milans Schuss ging über den Kasten – und plötzlich traf Hilalspor. Die Abwehr war nicht gut disponiert, allerdings war der Spielzug auch schön. Doch noch vor dem Halbzeitpfiff stellte Neuzugang Gaston die Führung wieder her. 

 

Die Gäste sind aus der Berlin-Liga abgestiegen und wurden einmal runderneuert, das merkte man im zweiten Abschnitt. Außer einigen Einzelaktionen kam wenig, die Fitness einiger Spieler ließ auch zu wünschen übrig. So brauchte Inter nur sieben Minuten, um den Sack zuzumachen. Santi und Gaston trafen jeweils noch zweimal. Spektakulär war ein Schuss von Santi mit der Hacke, der aber auf der Linie geklärt wurde. Inter ließ es nun etwas ruhiger angehen, wechselte fünfmal, blieb aber klar spielbestimmend. Die Gäste fügten sich in ihr Schicksal und nahmen die Niederlage diszipliniert hin. Den Schlusspunkt setzte der wieder agile Nicholas, damit ist Inter nach dem ersten Spieltag Tabellenführer. 

 

Nächsten Sonntag geht es zu DJK Schwarz-Weiß Neukölln (12.30 Uhr Buckower Damm), wo die Trauben sicher höher hängen. Aber die Mannschaft muss sich vor niemandem verstecken. Zu Beginn der Saison ist es eh noch schwer einzuschätzen, wer welche Rolle spielen kann. Immerhin gewann DJK bei der auch hoch gehandelten Mannschaft vom BSV 92. 

 

Ebenfalls viele Tore fielen bei der Zweiten, und zwar mit dem glücklicheren Ende für unsere Mannschaft. Die Kladower Gastgeber gingen durch einen Abwehrfehler in Führung und hatten leichte Vorteile. Als Jannis eine Flanke mit dem Kopf überlegt auf Ben ablegte, besorgte dieser im zweiten Anlauf den Ausgleich, mit dem es in die Pause ging. Das Spektakel sollte im zweiten Abschnitt geboten werden. 

 

Zunächst ging Kladow wieder in Front, ebenfalls ein vermeidbarer Treffer, denn der Ball hätte längst geklärt sein können. Inter wirkte aber nicht geschockt. Ein langer Ball von Jannik hinter die Kette wurde von Dodo erlaufen und vor das Tor gebracht, kam zu Vincent, der sehr entschlossen vollstreckte. Und wenig später brachte Noah Inter zum ersten Mal in Führung. Als der aus den USA zurückgekehrte Yalle und gleich danach Noah die Entscheidung liegenließen, wurde das unmittelbar mit dem schön abgeschlossenen Ausgleich bestraft. Man muss schon sagen, konsequent waren die Stürmer auf dem schwierig zu bespielenden Geläuf. Doch das war längst nicht alles, denn nun drang der starke Jannis in den Strafraum ein, gewann einen Pressschlag und wurde dann etwas tölpelhaft gefoult. Ein Kladower Spieler war außer sich, schimpfte wie ein Rohrspatz und verdiente sich seine zweite gelbe Karte redlich. Miguel verwandelte sicher. 

 

Nun hatte der Linienrichter gleich drei interessante Auftritte, einer führte für die dezimierten Hausherren zu einem Elfmeter, über den selbst die Kladower Zuschauer laut lachten. Der gute Schiri hatte nicht gepfiffen, aber sein Assistent meinte, ein Foul oder Handspiel gesehen zu haben. Aber Konstantin im Tor hatte sich den größten Auftritt des Nachmittags bis zur Schlussminute aufbewahrt. Den stramm in die Mitte geschossenen Ball bugsierte er in die Ecke fallend, mitt dem Bein, krachend an die Latte. Danach klärte die aufmerksame Abwehr sicher. Es ging in eine schier endlose Nachspielzeit, die aufgrund der vielen Diskussionen durchaus korrekt war. Die erfahrenen Spieler schafften es, die Zeit herunterlaufen zu lassen, am Ende waren nur noch Freude und Erschöpfung. Am nächsten Sonntag kommt der Neuling Wannsee (12.30 Uhr Ella), ein durchaus ernstzunehmender Gegner. 

 

Die Dritte hatte sich beim Staffelfavoriten Arminia Tegel einiges vorgenommen, musste sich am Ende aber deutlich mit 0:5 geschlagen geben. Sicher ein schwerer Auftaktgegner in der neuen Staffel, aber so leicht wie in der makellosen Rückrunde der letzten Saison wird es ohnehin nicht mehr werden. Nächsten Samstag wartet mit Hertha 03 II gleich der nächste dicke Brocken. Die Vierte spielte bei der Badem-Familie von Cimbria Transzonspor. Gleich acht Spieler hören auf diesen Nachnamen, zwei glichen die jeweiligen Führungstreffer von Marcel und Lenni aus, wobei das 2:2 erst kurz vor dem Ende fiel. Schade, aber immerhin nicht verloren. 

 

Die Frauen haben noch keine Punktspiele wieder, siegten in ihren Tests aber mit 2:0 gegen Hansa Rostock und 7:3 bei Hansa II. 

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Veröffentlichung

Sa, 23. August 2025

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