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Arbeitsagentur-Chef und BFV-Vize gemeinsam für mehr Ausbildungsplätze

26. 09. 2020
Am letzten Donnerstag war das BFV-Board in der Agentur für Arbeit zu Gast. Thematisch ging es in erster Linie um die durch Covid-19 steigende Jugendarbeitslosigkeit, aber auch um die Digitalisierung bei der Vermittlung von Arbeitsplätzen. Im hochkarätig besetzten Saal vernahmen die Zuhörerinnen und Zuhörer zunächst dramatische Zahlen vom Arbeitsmarkt.
 
Der Geschäftsführer der Arbeitsagentur Berlin-Brandenburg, übrigens selbst langjähriger Schiedsrichter, referierte in aller Deutlichkeit über die schwierige Lage für junge Menschen auf dem Arbeitsmarkt. Es fehlen Ausbildungsplätze! Es fehlen Kenntnisse der jungen Menschen über die Möglichkeiten. Und manchmal ist die Vorbereitung durch die Schule schlichtweg nicht ausreichend, um am Arbeitsmarkt bestehen zu können. Zudem verfügt Berlin über eine extrem hohe Zahl (35 %) an Ausbildungsabbrüchen, aber auch das Studium wird von einer ähnlich hohen Quote abgebrochen. In Zeiten der Pandemie fehlen besonders viele Plätze, weshalb Bernd Becking auch vor einem „Corona-Jahrgang“ warnte.
 
Vor allem braucht es Arbeitsplätze. BFV-Vize Jörg Wirtgen rief die Anwesenden auf, in ihren Unternehmen und in ihren Umfeldern für mehr Ausbildungsstellen zu werben. „Wenn wir nur 50 Unternehmen finden, die zwei zusätzliche junge Menschen ausbilden, sind 100 von der Straße! Diesen Solidarpakt müssen wir gemeinsam hinkriegen!“ Natürlich sind auch junge Menschen aus den Vereinen des Berliner Fußball-Verbands betroffen, insofern sind auch hier die Unternehmens- und Personalleitungen aufgefordert, den einen oder anderen Ausbildungsplatz zusätzlich zu schaffen. Alle, die Interesse haben, können sich bei Jörg Wirtgen melden.
 
Da aus dem Hauptamt des Verbands niemand anwesend war und das Ganze ja nicht zuletzt ein Jugendthema ist, durfte ich kurzerhand die Anliegen der jungen Fußballerinnen und Fußballer vertreten und darauf hinweisen, dass der Fußball Teamfähigkeit, Durchhaltevermögen oder auch Frustrationstoleranz schult und stärkt und somit einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen einer Ausbildung leisten kann. Daher wäre es sicher auch für viele Unternehmen sinnvoll, mit Vereinen und deren Jugendabteilungen zu kooperieren, denn dort verbergen sich nicht nur sportliche Talente.
Alles in allem eine großartige Veranstaltung, die gerne wiederholt werden darf.
 
Gerd Thomas, 1. Vorsitzender FC Internationale Berlin
 

Foto: von links: Bernd Becking (Chef der Arbeitsagentur Berlin-Brandenburg), Stefan Kapferer (CEO 50Hertz), Jörg Wirtgen (BFV-Vize), Gerd Thomas (Inter-Vorsitzender)

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